Zu einem glückhaften Punkt kam Grenchen in der Kantonshauptstadt. Zu sehr beeinflusste eine heftig umstrittene Szene in der 42. Minute diesen Vergleich zwischen den ewigen 1.-Liga-Rivalen. Im Mittelpunkt stand dabei Schiedsrichter Dudic. Mit seinem Penaltypfiff und der Roten Karte gegen FCS-Schlussmann Molina sorgte er für intensiven Diskussionsstoff sowie eine Spielverhärtung.

Im Herauslaufen an die Strafraumgrenze soll Solothurns Torhüter mit der rechten Hand den Ball abgewehrt und gleichzeitig mit der linken Hand den Grenchner De Sousa Moreira zurück gehaltenen haben. Nach einem vierminütigen Unterbruch, bis Solothurns Ersatzhüter Trittibach bereit war, verwertete FCG-Captain Stauffer dieses Geschenk zum Ausgleich.

Grenchen nie spielbestimmend

Von diesem Vorteil konnten die Grenchner letztlich aber nicht vollends profitieren. Es gelang ihnen nicht, das Spieldiktat an sich zu reissen. Zu vieles blieb Stückwerk beim Spitzenteam. Eine klare Linie fehlte ebenso wie eine ordnende Hand. Die beste Aktion eröffnete sich Frimpong mit seinem Pfostenschuss in der 73. Minute.

Angespornt durch den harten Platzverweis, suchte der Gastgeber mit gezielter Offensive die Minderzahl auszugleichen. Die beste Chance erbot sich Titton in der 49. Minute mit einem Lattenköpfler. Die Platzherren steckten nie auf. Die Hypothek, eine ganze Halbzeit in Unterzahl bestreiten zu müssen, wog zu schwer. Dieser rigorose Kraftaufwand konnte verständlicherweise nicht bis zum Schluss durchgehalten werden. Allerdings gerieten die Hauptstädter nicht mehr in Gefahr, diesen mehr als verdienten Punkt noch zu verlieren. Die Uhrenstädter blieben zu harmlos. Zudem standen die Einheimischen defensiv weiterhin gut.

Solothurn mit starker erster Halbzeit

Diese defensive Solidität bildete die Grundlage zum guten Auftritt in der ersten Hälfte. Die Hauptstädter zeigten mehr Zug nach vorne. Sie sorgten für genügend Tempo. Es gelang ihnen, den Schwung aus der erfolgreichen Aufholjagd bei Serrières mitzunehmen. Die Belohnung folgte in der 17. Minute. Den dritten Eckball zielte Du Buisson ins Zentrum. Dabei segelte Grenchens Hüter Lapcevic am Ball vorbei. Titton stand goldrichtig und schloss frei stehend zur Führung ab.

Weiterhin gab die Hasler-Truppe den Takt an. Die Rüetschli-Boys konnten auf diese Rücklage nicht effizient reagieren. Nach einer halben Stunde erhielten die Uhrenstädter jedoch mehr Raum, weil die Ambassadoren in ihrer defensiven Konsequenz nachliessen und ihre Kadenz etwas zurück nahmen. Vor allem über die rechte Seite baute Sanchez verschiedentlich Gefahrenmomente auf. Der Ausgleichtreffer lag bereits vor dem umstrittenen Penaltypfiff in der Luft.