Reitsport
Pius Schwizer und seine Liebe zu Skandinavien

Der Oensinger zählt am Weltcup-Final in Göteborg zum engeren Favoritenkreis. Am CSI von Paris stellte Schwizer seine gute Form mit Spitzenresultaten unter Beweis: dreimal sprang der 50-Jährige mit Powerplay und Verdi in die vordersten Ränge.

Daniel Weissenbrunner
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Der Erfolgsarchitekt: Am CSI von Paris stellte Pius Schwizer (hier auf Powerplay) seine gute Form mit Spitzenresultaten unter Beweis. Keystone

Der Erfolgsarchitekt: Am CSI von Paris stellte Pius Schwizer (hier auf Powerplay) seine gute Form mit Spitzenresultaten unter Beweis. Keystone

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Pius Schwizers Form stimmt. Am Fünfsterne-Event unter der Kuppel des stilvollen Grand Palais in Paris sprang der Oensinger dreimal in die vordersten Ränge. Mit dem Holsteiner Wallach Powerplay und seinem Paradepferd Verdi meldete Schwizer seine Ambitionen in Hinblick auf den Weltcupfinal, der von heute bis Sonntag in Göteborg stattfindet, mit Nachdruck an.

«Ich war mit beiden Pferden sehr zufrieden. Insbesondere Verdi sprang sehr gut. Für die Fehler kann ich ihn nicht verantwortlich machen, sie passierten, weil ich viel Risiko eingegangen war», erklärt die aktuelle Weltnummer 4.

An vierter Stelle beendete Schwizer auch den zwölf Prüfungen umfassenden Weltcup. Vor ihm klassierten sich nur Sergio Alvarez Moya (Sp) sowie die unverwüstlichen Christian Ahlmann (De) und Kevin Staut (Ka). Neben Schwizer vertritt mit Olympiasieger Steve Guerdat nur ein weiterer Reitgenosse die Schweizer Farben in der Scandinavium Arena.

Apropos: Skandinavien und der Weltcup passen in der Laufbahn des 50-Jährigen bisher vortrefflich zusammen. Zwei seiner drei Weltcupsiege gewann Schwizer auf nordeuropäischen Boden. 2011 reüssierte er in Oslo und Helsinki.

«Einen unmittelbaren Zusammenhang gibt es für die Erfolge nicht», sagt Schwizer. «Was aber sicher zutrifft ist, dass ich mich hier in einer ruhigen, unaufgeregten Atmosphäre auf die Prüfungen vorbereiten kann.»

Neben den Europameisterschaften in Dänemark im August, zählt das Weltcupfinale zu den Höhepunkten in diesem Jahr. Auch für Pius Schwizer. Im Unterschied zu einiger seiner Konkurrenten besitzt für ihn der Weltcup seit jeher einen hohen Stellenwert.

Seine Bilanz kann sich entsprechend sehen lassen. 2011 war er in Leipzig Sechster. Vor drei Jahren in Genf belegte er den zweiten Rang und letzte Saison klassierte er sich in s’Hertogenbosch auf dem 3. Platz. Was noch fehlt, ist der Platz zuoberst auf dem Podest.

Schwizer weiss, dass er zum engeren Favoritenkreis zählt. Dennoch hütet er sich, eine Prognose abzugeben. «Diesbezüglich bin ich vorsichtig geworden. Die Erfahrung hat mich gelehrt: Eine Unachtsamkeit und man ist weg vom Fenster.»

Um die Fehlerquelle so tief wie möglich zu halten, stehen Pius Schwizer in Göteborg zwei zuverlässige Pferde zur Verfügung. Er ist mit Verdi und Picsou du Chene nach Südschweden gereist. «Beide befinden sich in einer hervorragenden Verfassung.»

Gepaart mit den positiven Erlebnissen, die der Oensinger im hohen Norden schon gesammelt hat, sind die Vorausetzungen tatsächlich vielversprechend.

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