Eishockey
Pistolato öffnet bei Zuchwil den Knoten

Eishockey Der EHC Zuchwil Regio hat in der 1. Liga auf die Startniederlage in Burgdorf reagiert und das erste Heimspiel gegen Unterseen-Interlaken verdient mit 6:3 gewonnen.

Peter Gschwind
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Zuchwils Routinier Marco Pistolato (li.) freut sich mi Stefan Wüthrich über das wichtige 1:0. mbg

Zuchwils Routinier Marco Pistolato (li.) freut sich mi Stefan Wüthrich über das wichtige 1:0. mbg

Solothurner Zeitung

«Mit den drei Punkten bin ich zufrieden, mit dem Spiel aber nicht. Wir haben jedoch einen Schritt in die richtige Richtung getan», sagte Stefan Gerber, Trainer des EHC Zuchwil Regio. Die Zuchwiler haben den Sieg verdient, weil sie über die 60 Minuten gesamthaft mehr von der Partie hatten und in den wichtigen Momenten die Tore schossen.

Sowohl der EHC Zuchwil Regio wie der SC Unterseen-Interlaken sind mit einer Niederlage in die Meisterschaft gestartet und wollten mit einem Sieg im zweiten Spiel den Fehlstart korrigieren. Mehr Disziplin und weniger Strafen war das Motto, welches sich das Team von Stefan Gerber nach der Niederlage in Burgdorf auf die Stöcke geschrieben hatte.

«Der konsequente Abschluss fehlte»

Es wirkte im ersten Drittel ein wenig so, als wären beide Teams nach dem Misserfolg im Startspiel bereits ein wenig verunsichert. Kombinationen über mehrere Stationen hatten Seltenheitswert, und darum blieben auch die Tormöglichkeiten aus. Es passte zum vorerst zerfahrenen Spiel, dass die Zuchwiler wenige Sekunden vor der ersten Sirene durch ein Unterzahl-Tor in Führung gingen.

Torschütze des Shorthanders zum 1:0 in der 20. Minute war Marco Pistolato. Der Routinier liess bei einem Konterangriff dem Gästetorhüter Simon Siegrist keine Abwehrmöglichkeit und brachte sein Team etwas glückhaft in Führung. «Dieser Treffer hat bei uns den Knoten etwas gelöst», sagte Stefan Gerber. Im ersten Abschnitt blieb auf beiden Seiten vieles Stückwerk.

«Uns fehlte der konsequente Abschluss»

Im Mitteldrittel kam das Heimteam besser ins Spiel und agierte dynamischer und aufgeweckter als der Gegner aus dem Berner Oberland. Das 2:0 von Matthias Von Dach im Überzahlspiel war der Auftakt zur entscheidenden Phase. Wohl vermochte David Fuchser in der 38. Minute nach dem durch Marco Müller millimetergenau unter die Torstange erzielten 3:1 noch einmal zu verkürzen, doch Christian Reber stellte nur wenig später den Zweitore-Vorsprung für Zuchwil Regio wieder her.

«Uns fehlte der konsequente Abschluss», sagte Stefan Gerber zur Tatsache, dass sein Team trotz deutlicher Vorteile in der Schussstatistik viele gute Chancen nicht verwerten konnte. Am Ende durfte das Zuchwiler Publikum trotzdem einen ungefährdeten Heimsieg beklatschen. Freddy Stalder traf in der 44. Minute zum 5:2. Der Treffer von Tobias Lüthi machte schliesslich klar, dass das Spiel nicht mit einer dramatischen Schlussphase enden wird.