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Phönix Hägendorf als Riesentöter in den Halbfinal

Phoenix Hägendorf steht sensationell im Halbfinal des Schweizer Cups. Die Hägendörfer schlugen zu Hause das NLA-Team aus Bonstetten-Wettswil mit 7:2.

Boris Kellerhals
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Phoenix Hägendorf feiert seinen Coup im Viertelfinal ausgelassen.

Phoenix Hägendorf feiert seinen Coup im Viertelfinal ausgelassen.

zvg

Nun empfängt der Erstligist mit Belpa eine weitere NLA-Mannschaft. Dass die Phoenixe unter den letzten acht Teams standen, konnte als Überraschung angesehen werden. Doch nach dem letzten Samstag dürfen die Hägendörfer auf eine gar grandiose Leistung stolz sein.

Im Viertelfinal ging es sprichwörtlich los wie die Feuerwehr. Das Heimteam nutzte nach 19 Sekunden die erste Chance mit einem Traumabschluss von Wyss zum 1:0 für den Erstligisten. Dies war für die Gäste aus Zürich schon ein erster Vorgeschmack auf den Hunger des Unterklassigen. Die Phoenixe hielten weiterhin das Tempo hoch und gaben dem NLA-Team aus Bonstetten kaum Chancen auf Konter.

Nach vier Minuten hämmerte Kellerhals den Ball von hinter der Mittellinie in die Maschen zum 2:0. Die Gäste konnten auch anschliessend kaum Akzente setzen und waren mehrheitlich darum bemüht, keine weiteren Gegentreffer zu kassieren. Es dauerte bis zur 13. Minute und einer Überzahlsituation, bis das 3:0 für die Hägendörfer fiel. Ein perfekter Pass gelangte von Müller zu Peier, der mit einem trockenen Handgelenkschuss abschloss.

Grosser Tag für Goalie Aerni

Die Gangart des NLA-Vertreters wurde im zweiten Drittel intensiver. Dies blieb nicht ohne Folgen. Obschon Buser in der 24. Minute zum 4:0 traf, standen die Phoenixe anschliessend vermehrt in Unterzahl und kassierten so zwei Tore, welche die Zürcher bis auf 4:2 an die Solothurner heranbrachten. Dass dabei nur zwei Tore fielen, kann nur auf die hervorragende Torhüterleistung von Patrick Aerni zurückgeführt werden.

Der Keeper hielt unglaubliche Bälle an diesem Tag und trug so dazu bei, dass etwas Grosses bevorstand. Wer dachte, dass die Phoenixe sich durch die Gegentore verunsichern liessen, sah sich getäuscht. In der 34. Minute nahm Fischer Mass und versenkte den Ball ebenfalls von hinter der Mittellinie im rechten oberen Kreuz zum wichtigen 5:2. Dieser Treffer brachte wieder etwas Ruhe ins Spiel der Hägendörfer, welche dann diesen Vorsprung relativ locker in die zweite Pause nehmen konnten.

Vorsprung sicher verwaltet

Noch 20 Minuten Konzentration und die Überraschung sollte perfekt sein. Mit dieser Ausgangslage gingen die Phoenixe ins letzte Drittel. Buser konnte bereits nach zwei Minuten mit dem Schuss des Tages zum 6:2 einschiessen, in Unterzahl notabene!

Somit war die Gegenwehr des SHC Bonstetten-Wettswil bereits früh endgültig gebrochen, mehr dann noch, als Peier nach einem schönen Spielzug zum vorentscheidenden 7:2 einnetzte. Die restliche Spielzeit war geprägt von der Verwaltung des Vorsprungs, was zum Teil nicht sehr aufwendig war, weil die Gäste sich gegen Schluss sehr viele Strafen leisteten. Nach 60 Minuten war es so weit: Phoenix Hägendorf feierte seinen grössten sportlichen Erfolg und steht erstmals im Halbfinal des Schweizer Cups.