Fussball
Philippe Koch vor dem Cup-Knüller: «Ich will unbedingt den Pokal holen»

FCZ-Captain Philippe Koch will sich am Montag im Cup-Final gegen den FC Basel für die Niederlage unter der Woche revanchieren. Während der Solothurner eine wichtige Stütze sein wird, ist die Ausgangslage für seinen Bruder Raphael noch völlig offen.

Hans Peter Schläfli
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Nächster Anlauf für den FC Zürich: Philippe Koch (l.) wird gegen die Basler wieder alle Hände voll zu tun haben.

Nächster Anlauf für den FC Zürich: Philippe Koch (l.) wird gegen die Basler wieder alle Hände voll zu tun haben.

KEYSTONE

Man war sich einig unter den Veteranen, die sich am Mittwochabend das Meisterschaftsspiel zwischen Basel und Zürich auf dem grossen Bildschirm im Klubhaus des FC Biberist anschauten: Der Penalty für Basel war sehr streng gepfiffen und die rote Karte gegen den Zürcher Loris Benito nicht gerechtfertigt.

Andererseits können die Biberister Veteranen auch nicht wirklich objektiv sein, hat doch der FCZ-Captain Philippe Koch einst das Fussball-ABC hier gelernt.

Niederlage vergessen

«Die einzeltaktischen Fehler bei den Gegentoren werden wir analysieren, aber dann müssen wir die Niederlage vergessen und uns ganz auf den Cupfinal konzentrieren», sagt Philippe Koch. «Der Cup war immer unser grosses Ziel und wir freuen uns darauf.» Dass er überhaupt dabei sein kann, grenzt an ein kleines Wunder, denn vor drei Wochen – ebenfalls gegen den FC Basel – hat er sich ein Aussenband im rechten Fuss gerissen. «Ich habe zweimal pro Tag intensiv Physiotherapie gemacht und das hat gewirkt. Ich bin parat.»

Fragezeichen bei Raphael Koch

Am Mittwoch nicht im Aufgebot war Raphael Koch. «Er erlebt gerade eine schwierige Phase», erklärt der grosse Bruder Philippe. «Weil er nicht mehr so viel zum Einsatz gekommen war, sollte er in der U21 Spielpraxis holen, aber dann holte er seine vierte gelbe Karte und war gesperrt.» Ob er nun ausgerechnet für den so wichtigen Cupfinal wieder auf die Kaderliste zurückfindet, sei noch völlig offen.

Tolle Stimmung erwartet

Die Diskussionen, ob der Cupfinal im letzten Moment noch von Bern nach Basel verlegt werden sollte, habe den FCZ-Spielern keine Sorgen gemacht. «Uns war immer klar, dass Basel nicht plötzlich den Heimvorteil geschenkt bekommen kann», meint der 23-jährige Verteidiger. Die Fanmärsche zum Stadion findet Philippe Koch grundsätzlich in Ordnung, da komme unter den Fans richtig toll Stimmung auf. «Natürlich muss das ohne Gewalt und ohne Zerstörungen gehen. Aber als Mannschaft haben wir darauf leider keinen Einfluss.»

So werden also die Biberister Veteranen morgen hoffen, dass am Ende «ihr» FCZ-Captain und Meister 2009 zum ersten Mal den Pokal in die Höhe stemmen darf. Und dann wollen sie nachziehen: Am 26. April werden sie im Halbfinal des Schweizer Cups Fislisbach empfangen.