EHC Olten
Philipp Wüst nach seinem letzten EHCO-Spiel: «Ich hatte immer das Gefühl, gutes Hockey in Olten gezeigt zu haben»

Mit der 2:5-Niederlage hat Stürmer Philipp Wüst nach sieben Jahren sein letztes Spiel für den EHC Olten bestritten. Unmittelbar nach dem Saisonende spricht er im Interview über seine Gefühlslage: «Es ist traurig, es tut weh, dass es so enden musste.»

Silvan Hartmann
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Philipp Wüst verabschiedet sich nach sieben Jahren vom EHC Olten

Philipp Wüst verabschiedet sich nach sieben Jahren vom EHC Olten

Philipp Wüst, der EHC Olten ist ausgeschieden. Was haben Sie für Gedanken?

Philipp Wüst: (zögert) Es ist eine riesige Enttäuschung da. Ich habe das Gefühl, es wäre mehr drin gelegen.

Woran seid ihr gescheitert?

Wir haben viel Gutes gemacht, auch heute wieder. Aber im Abschluss waren wir zu wenig konsequent. Eines der grossen Probleme in der Serie war sicher, dass wir bei Fünf gegen Fünf zu wenig Tore erzielt haben.

Man hatte das Gefühl, ihr seid besonders in den ersten drei Playoffspielen nicht präsent gewesen.

Ja, die Serie haben wir sicher nicht heute verloren, heute ging eines der vier Spiele verloren, mehr nicht. Wir hatten in allen Spielen unsere Chancen nicht genutzt.

Täuscht das 1:4?

Es ist schwierig, schon jetzt alles analysieren zu wollen. Aber ich glaube, das eine oder andere Spiel, das verloren ging, hätten wir gewinnen können – eigentlich alle Spiele hier in Rapperswil. Aber: hätte, wäre, wenn – nun im Konjunktiv zu sprechen, bringt nichts. Verliert man vier Spiele, ist es vorbei, die Serie ist beendet.

Sie verlassen nun den Verein. Ist Ihnen das schon bewusst?

Ich hatte nie das Gefühl, heute das letzte Spiel für Olten zu bestreiten. Aber so war es nun mal. Es ist traurig, es tut mir weh, dass es so enden musste. Ich hätte gerne mit Olten noch einen Titel gefeiert, oder zumindest einen Final gespielt, diese Chance noch einmal zu bekommen, Meister zu werden. Nach sieben Jahren tut es weh, den Verein so zu verlassen. Das muss ich sicher zuerst verarbeiten, dass ich nicht mehr für Olten spiele, aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zentral und ich kann es auch noch nicht einordnen. Wir sind soeben ausgeschieden.

Sie haben den Club die letzten sieben Jahre geprägt.

Ja, ich habe sicher super Kollegen gefunden, durfte auch nebst den Spielern, neben dem Eis wertvolle Menschen kennenlernen, die immer sehr hilfsbereit und lieb zu mir waren. Das werde ich bestimmt vermissen. Ich habe mich wohl gefühlt in Olten. Ich hatte auch immer das Gefühl, gutes Hockey gezeigt zu haben und denke, dass ich in all den Jahren immer für die Mannschaft da war, wenn sie mich brauchte. Es ist schwierig.

Wie geht es nun bei Ihnen weiter?

Keine Ahnung. Wir hatten eigentlich fest damit gerechnet, am Dienstag wieder ein Heimspiel auszutragen. Wir werden die Saison analysieren müssen, es werden sicher auch noch Einzelgespräche anstehen.

Bei Ihnen dürfte auch noch eine Zügelaktion anstehen. Sie spielen bald für Ajoie.

Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Zügeln steht dann Ende Mai auf dem Programm. Ich war davon überzeugt, dass wir bis in den April hinein spielen werden.

Dann geht es also zuerst in die Ferien?

Sicher nicht in den nächsten Tagen. Wie gesagt: Ich dachte, wir spielen nächste Woche weiter. Ich bin noch immer für den EHC Olten da, auch in den nächsten Tagen. Ich habe noch überhaupt nichts irgendwie gebucht oder sonst etwas. Ein Saisonende lässt sich nicht planen.