Eishockey
Philipp Wüst: «In Küsnacht sind wir mehr gefordert»

Olten gastiert am Freitag in Küsnacht im Spiel gegen die GCK Lions. Philipp Wüst spricht über den Reiz, vor einer Minikulisse zu spielen. Am Samstag stehen sich die beiden Teams im Kleinholz erneut gegenüber.

Adriana Gubler
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Am vergangenen Dienstag hat Flügelspieler Philipp Wüst nach 55 Minuten und 40 Sekunden die 4:2-Führung für den EHC Olten in der Auswärtspartie gegen Martigny erzielt. Ging er zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass dies der Siegestreffer war? «Eigentlich schon», sagt der Torschütze und schmunzelt.

Es kam jedoch bekanntlich anders: In der letzten Minute der regulären Spielzeit glich Martigny mit einem Doppelschlag innert sechs Sekunden zum 4:4 aus und erzwang eine Verlängerung. «Im Eishockey kann es halt manchmal sehr schnell gehen. In der 60. Minute sind unglückliche Sachen passiert, die zu diesem Ergebnis führten.» Am Ende holten sich die Powermäuse den Auswärtssieg im Penaltyschiessen schliesslich doch noch. Und nur das zählt, findet der 26-jährige Wüst.

Am Freitagabend (20 Uhr), wenn der EHC Olten in Küsnacht auf die GCK Lions trifft, will Stürmer Wüst mit seinem Team dort weitermachen, wo es am Dienstag aufgehört hat. «Wir haben im letzten Drittel gegen Martigny das Spieldiktat ganz klar übernommen – das müssen wir gegen die Zürcher ebenfalls machen – von der ersten Sekunde an.» Dass er dies sich und seinen Kollegen zutraut, macht Wüst mit folgender Aussage deutlich: «Wir sind in der Lage, jedem Team dieser Liga unser Spiel aufzuzwingen.»

Ruhige Kulisse in Küsnacht

In Küsnacht erwartet Philipp Wüst und Co. eine spezielle Atmosphäre: Spielten die Oltner zuletzt in Martigny vor 1367, in Sierre vor 1313, oder etwa beim letzten Heimspiel im Kleinholz gegen La Chaux-de-Fonds vor 3082 Zuschauern, werden es heute gegen die Junglöwen nur wenige hundert Fans sein. Die GCK Lions haben in der Zuschauerstatistik der NLB traditionell die rote Laterne inne, momentan liegen sie mit einem Schnitt von 265 Zuschauern pro Spiel abgeschlagen auf dem letzten Platz. Zum Vergleich: Der EHC Olten verzeichnete in dieser Meisterschaft bei Heimspielen im Schnitt 3128 Zuschauer.

«Es ist tatsächlich viel ruhiger in Küsnacht, kein Vergleich etwa zu unseren Heimspielen», meint Wüst zum minimen Zuschauerinteresse an den GCK-Lions-Heimspielen. «Weil von den Zuschauerrängen viel weniger Stimmung kommt, ist die Mannschaft mehr gefordert», sagt die Nummer 32. «Wir müssen uns untereinander pushen und Emotionen ins Spiel bringen.»

Dass die Kunsteisbahn in Küsnacht deshalb zu den unbeliebteren Auswärtsstationen zählt, will Wüst dennoch nicht bestätigen: «Es ist ein Auswärtsspiel wie jedes andere auch – einfach vor wenigen Zuschauern.» Morgen Samstag dürfte die Kulisse interessanter werden, denn dann stehen sich die Oltner und die GCK Lions im Kleinholz bereits wieder gegenüber.

Krebs gegen Lions nicht im Einsatz

Bei beiden Partien gegen die GCK Lions wird EHCO-Stürmer Pascal Krebs, der am Sonntag eine Hirnerschütterung erlitt, definitiv nicht zum Einsatz kommen. Dafür kehrt laut EHCO-Geschäftsführer Peter Rötheli Verteidiger Christian Haldimann nach seiner Hüftprellung heute allenfalls aufs Eis zurück. «Er hat gestern wieder trainiert. Nun müssen wir sehen, wie er dies verdaut hat.»