Stadionrenovation, Präsidentenwechsel, neue sportliche Zielsetzungen: Der EHC Olten hat in den letzten Jahren zahlreiche intensive, denkwürdige Momente erlebt, zu denen sich ein weiterer dazugesellt: Der langjährige Geschäftsführer Peter Rötheli tritt ab.

Es folgt also jener Schritt, den sich viele Klubkritiker im Zuge dieser Vereinswandlung seit geraumer Zeit als letzter ausbleibender Schritt für eine erfolgreiche Zukunft gewünscht haben. Nicht, weil Rötheli keine saubere Arbeit abgeliefert hätte. Viel eher, weil der Klub in Zeiten der Aufbruchstimmung auch frischen Wind auf der Geschäftsstelle bräuchte.

Nun, der Rücktritt von Peter Rötheli trifft den EHC Olten mit voller Wucht. Er war über Jahre hinweg das Herz dieses Vereins, scheute keinen Aufwand, war zur Stelle, wenn es ihn brauchte. Zum Beispiel stand er – damals noch als Fan – an vorderster Front, als es im Jahr 2004 darum ging, den Verein vor dem Konkurs zu bewahren. Andererseits musste er sich gerade in den letzten Jahren vorwerfen lassen, zu viel Macht eingeheimst zu haben, war er doch Verwaltungsrat, Sportchef, Geldeintreiber und Geschäftsführer zugleich. Einig darf man sich aber sein: Ohne Peter Rötheli würde es den EHC Olten im Millionenbusiness der beiden Schweizer Eishockey-Topligen wohl kaum mehr geben.

Peter Rötheli wird Ende Saison mit einem guten Gefühl gehen. Nicht zuletzt, weil eine vielversprechende Nachfolgeregelung gefunden werden konnte: Mit Patrick Reber übernimmt eine Person, die das Schweizer Eishockey-Business bestens kennt, gut vernetzt ist und Führungsqualitäten mitbringt, um den Klub einen Schritt weiterzubringen. Peter Rötheli gebührt grösster Respekt. Der Wechsel ist aber auch eine grosse Chance für einen Verein, dessen Ansprüche höher sind als die Swiss League.