Eishockey
Paul Di Pietro trifft bei seiner Premiere für den EHC Olten doppelt

Olten setzte sich in Sierre mit 6:2 durch. Paul Di Pietro debütierte im Oltner Dress mit zwei Toren (4:0 und 6:0). Ausserdem brachten die über 800 Oltner Fans 7500 Franken mit nach Sierre, die dem konkursbedrohten Walliser Klub übergeben wurden.

Michael Forster
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Paul Di Pietro (Mitte) glänzte bei seiner Premiere im Oltner Dress mit zwei Treffern.

Paul Di Pietro (Mitte) glänzte bei seiner Premiere im Oltner Dress mit zwei Treffern.

Ruedi Trachsel/ZVG

Das vierte Spiel zwischen Olten und Sierre wurde zum erwartet speziellen Vergleich. Einerseits der grossen Oltner Fandelegation wegen, welche den Weg in neun Cars ins Unterwallis antrat, andererseits war da der nicht alltägliche Spielverlauf. Nach den ersten viereinhalb Minuten musste man aus Siderser Sicht nämlich ein ähnliches Debakel wie beim letzten Gastauftritt im Oltner Kleinholz befürchten, als man gleich mit 0:13 untergegangen war.

1:0 nach acht Sekunden

Denn zu diesem Zeitpunkt stand es bereits wieder 3:0 für die Gäste, wobei die neu formierte erste Linie mit Cormier, Truttmann und Schild dreimal auf dem Eis gestanden hatte. Ganz interessant war dabei der erste Treffer nach acht Sekunden: Anstelle von Topscorer Truttmann stellte sich Verteidiger Mike Marolf rechts vom Anspielkreis an die rote Linie, lief in Position und verwertete den Querpass Cormiers zur frühen Führung.

Es war dies der erste Saisontreffer des Defensivmanns, entsprechend freute er sich darüber: «So früh in einem Spiel zu treffen, das macht es zusätzlich speziell.» Trainer Scott Beattie habe ihn bewusst so zum ersten Anspiel antreten lassen, erklärte Marolf weiter, «denn unser Ziel war ein schnelles Tor.» Nur 26 Sekunden nach dem 1:0 war Derek Cormier selber zur Stelle und erhöhte auf 2:0. Dann traf auch noch Marco Truttmann – und zwang damit Sierre-Trainer Kim Collins zu seinem Timeout.

Immerhin verfehlte die Auszeit ihre Wirkung nicht. Sierre überstand in der Folge eine doppelte Unterzahl und kam zur ersten Chance. Doch ansonsten war es Einbahnhockey, welches die 1669 Zuschauer im Graben zu sehen bekamen. Es erstaunte schon fast, dass es die Oltner im ersten Drittel bei drei Treffern bewenden liessen. Doch für einmal spielte die ungenügende Chancenauswertung keine Rolle, zu gross war der Leistungsunterschied.

Di Pietro trifft zum 4:0 und 6:0

Mit Fortdauer der Partie wurde die Differenz auch resultatmässig grösser. So war es Paul Di Pietro, welcher in seinem ersten Einsatz für die Powermäuse auf 4:0 erhöhte (22.) und drei Minuten vor Ablauf des mittleren Abschnitts auch für den sechsten Treffer der Gäste verantwortlich zeichnete.

Das 6:0 zur zweiten Pause entsprach den Stärkeverhältnissen. Die Gäste mussten dem HCS zwar etwas mehr Spielanteile zugestehen als noch im ersten Drittel, doch Scott Beattie nutzte die Gelegenheit, zu testen und liess ganz unterschiedliche Linien laufen. «Ich habe durchaus einige neue, interessante Dinge gesehen», hielt er nach der Partie fest. So erhielten auch die als 13. und 14. Stürmer gemeldeten Krebs und Grassi reichlich Eiszeit, womit die Oltner praktisch mit fünf Angriffsformationen auftraten. Zählbares war im letzten Abschnitt aber nur noch den Gastgebern vorbehalten, welche durch Paterlini und Bartlome noch auf 2:6 verkürzten. Dass der EHCO auch im sechsten Spiel hintereinander im Schlussdrittel ohne Torerfolg blieben, mochte die Stimmung bei Grünweiss nicht gross trüben.