Fussball 1. Liga
Patrick Bösch: «Haben das Potenzial, jeden Gegner zu schlagen»

Die drei Solothurner Erstligisten Wangen, Solothurn und Grenchen hatten bisher in der Rückrunde noch wenig Grund zum Jubeln. Das soll sich an diesem Wochenende ändern.

Michael Schenk
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Grenchen-Trainer Patrick Bösch konnte in diesem Jahr erst selten auf Rasen trainieren.

Grenchen-Trainer Patrick Bösch konnte in diesem Jahr erst selten auf Rasen trainieren.

Marcel Bieri/Archiv

Aziz Sayilir, Coach des FC Solothurn, hat es nach der 2:3-Niederlage gegen YB jüngst gesagt: Einen frühen Rückstand aufholen kostet enorm viel Energie. Schon zum Auftakt der 1.-Liga-Rückrunde gegen Kriens entwickelte der FCS seine PS erst nachdem man früh 0:1 ins Hintertreffen geriet. Folglich soll sich das am Samstag (16.00) in der zweiten Cup-Qualifikations-Runde blitzartig ändern. Der Gegner aus Lancy belegt in der Gruppe 1 Rang sieben.

Die Waadtländer sind für die Solothurner also alle Mal zu «pflücken». Umso mehr, als dass sich die Genfer zuletzt gegen Freiburg eine ziemlich peinliche 0:1-Heimniederlage leisteten. Lancy wird darum einerseits geladen sein, die Scharte auszuwetzen; auf der anderen Seite aber auch vorsichtig, dem Gegner vor den eigenen Fans nicht erneut ins Messer zu stürmen. Es liegt sehr am FC Solothurn – sprich vorab an dessen Auftritt in der Startphase – zu bestimmen, ob das ängstliche oder aggressive Gefühl die Gangart des Gegners prägen soll.

Der Cup-Traum winkt

Der FC Wangen seinerseits ist der einzige Solothurner Erstligist, der in der Rückrunde bereits gepunktet hat. 5:0 gewann das Team von Coach Goran Pekas zuletzt gegen den abstiegsgefährdeten FC Bern. Zuvor setzte es indes eine 0:5-Pleite gegen Cham. Mit einem Erfolg diesen Sonntag (14.30) auswärts im Cup gegen Münsingen winkt den Oltnern die Chance, der Erfüllung jenes Traums einen grossen Schritt näher zu kommen, der sich für Münsingen zuletzt erfüllt hat. Die Aaretaler «scheiterten» vor wenigen Wochen im Cup-Viertelfinal vor 4000 Fans daheim gegen das Big-Basel mit 1:6.

Der FC Grenchen seinerseits liess zuletzt eine fortschrittliche Tendenz erkennen; selbst wenn dabei nichts Zählbares resultierte. 0:3 gegen die Blackstars und ein schmerzliches 0:1 gegen Abstiegskampf-Rivale Concordia stehen seit Wiederaufnahme der Saison auf dem FCG-Scoreboard. Trotzdem: «Das macht Hunger und Mut auf mehr», sagt Coach Patrick Bösch. Der FCG-Trainer traut seinen Jungs im heutigen Meisterschaftsspiel (17.00) gegen den YB-Nachwuchs durchaus drei Punkte zu. «Wir haben das Potenzial, jeden Gegner in unserer Gruppe zu schlagen», proklamiert Bösch im Stil der alten Eidgenossen furchtlos, tapfer und mutig.

Wenige Rasen-Trainings

Ein Erfolgserlebnis täte der auf die Rückrunde hin neu formierten Truppe auf jeden Fall sehr gut. Dazu bedarf es jedoch zumindest eines Tores. Dass ein Volltreffer bis dato ausblieb, führt Bösch nicht zuletzt auf die schlechte Infrastruktur zurück. Erst vier Mal konnten die Grenchner heuer auf Rasen trainieren. «Da fehlen einfach Automatismen», so Bösch. Dem ist zweifellos so.