Monica De Lenart, seit zwölf Jahren ist Ihr Programm während der Festtage ganz auf den Silvester-Cup ausgerichtet. Zeit für etwas anderes blieb keine. Wissen Sie, was Sie nächstes Jahr mit all der freien Zeit während Weihnachten und Neujahr machen werden?

Monica De Lenart: Nach zwölf Jahren habe ich endlich die Möglichkeit, die Weihnachtszeit richtig zu geniessen und mich zu erholen. Während des Turniers bin ich immer auf Achse, und es ist immer eine gewisse Anspannung vorhanden. Obwohl die Turniertage jeweils sehr lang dauerten – ich habe meist um 6.30 Uhr begonnen und abends wurde es regelmässig 1.30 Uhr, bis ich ins Bett kam –, war es eine tolle Zeit mit vielen schönen Begegnungen, die ich nicht missen möchte.

Sie waren vier Jahre Tennisprofi, führen seit 18 Jahren ihre eigene Tennisschule und sind seit zwölf Jahren Turnierdirektorin des Silvester-Cups – verleidet Ihnen das Tennis nie?

Nein. Ich habe mit 12 begonnen, Tennis zu spielen. Es ist einfach ein toller Sport. Ich werde dem Tennis treu bleiben, bis es nicht mehr geht. Aber ich merke schon, dass ich jetzt mit 45 Jahren mehr Zeit für mich brauche und mich erholen muss. Das ist auch der Grund, weshalb ich künftig nicht mehr als Turnierdirektorin tätig sein werde.

Am Silvester-Cup läuft nichts ohne Sie. Die Sponsorensuche, sämtliche Vorbereitungen und die Spielleitung lagen in Ihrer Verantwortung. Weshalb haben Sie diesen Aufwand auf sich genommen?

Der Silvester-Cup hat einfach Tradition. Im Alter von 12 Jahren habe ich erstmals teilgenommen und war seither jedes Jahr mit dabei. 1989 konnte ich das Turnier gewinnen und dabei gleich zwei Spielerinnen aus den Top 100 der Welt schlagen. Das war einer der grössten Erfolge meiner Aktivkarriere. Kommt hinzu, dass ich in Derendingen aufgewachsen bin und hier seit dreizehn Jahren meine eigene Tennisschule führe. Das Tenniscenter kenne ich in- und auswendig. Als Turnierdirektorin wollte ich etwas Gutes für das Sportcenter tun.

Wenn Sie auf Ihre Zeit als Turnierdirektorin zurückblicken: Worauf sind Sie besonders stolz?

Dass ich vor zwölf Jahren das Trostturnier eingeführt habe, darauf bin ich stolz. Ich glaube, das ist mit ein Grund, weshalb das Turnier so beliebt ist. Und dass ich in diesem Jahr mit einem Teilnehmerrekord von 314 Spielerinnen und Spielern aufhören kann, ist natürlich grossartig.

Was wird Ihnen ohne den Silvester-Cup fehlen?

Die kleinen Geschenke der Senioren, die seit vielen Jahren teilgenommen haben und in dieser Zeit zu Kollegen geworden sind. Das werde ich sicherlich vermissen, denn das war eine schöne Anerkennung für meine Arbeit. Schliesslich habe ich das Turnier ja vor allem für die vielen Hobbyspieler aus der Region organisiert.

Werden Sie dem Silvester-Cup künftig noch in irgendeiner Funktion treu bleiben?

Ich werde die Spielerinnen und Spieler weiterhin motivieren, damit sie am Silvester-Cup teilnehmen. Eine offizielle Funktion werde ich jedoch keine übernehmen. Während des Silvester-Cups 2016 werde ich voraussichtlich gar nicht hier sein. Ich plane in dieser Zeit eine Reise.