Nicht einmal mit einem umstrittenen Penalty in der 47. Minute konnten die «Bebbi» der vierten Niederlage in Serie entgehen. Die Oltner konnten sich bei den Basel Sharks bedanken, dass deren Chancenauswertung noch schlechter war.

Trotz der drei Punkte blieb diese der wunde Punkt beim EHC Olten, auch wenn Coach Scott Beattie sich nicht unnötig den Kopf zerbrechen wollte. «Wir kontrollierten das Spiel weitgehend und hatten Chancen», sagte er nicht zum ersten Mal nach einem Spiel.

Mit Roman Schild als offiziell 13. Stürmer und drei anderen überzähligen Spielern als noch am Dienstag – Di Pietro, Bagnoud und Aeschlimann machten auch Platz für Marolf und Snell – eröffnete der EHC Olten das Spiel. Bald zeigte sich, dass für die Gäste ein Erfolg beim Schlusslicht nicht nur wegen der Tabellenlage ein Muss darstellte. Die Basler entpuppten sich im Aufbau und Abschluss im ersten Drittel als harmlos.

Wüst trifft zum 1:0

Topscorer Wiebe sah den Durchbruch in der 8. Minute noch beim ehemaligen Olten-Keeper Leimbacher enden. Doch zwei Minuten später nützte Wüst die gewährten Freiheiten zum 1:0. So beruhigend die Lancierung war, so wenig konnten die Oltner die Vorlage zu mehr nutzen. Ruhnke, Schild, Hirt und Wiebe blitzten bis zur Halbzeit bei Leimbacher ab. Bis dahin waren die Basler auch in jenen Momenten harmlos, in denen sie mit einem Mann mehr präsent waren.

Tempo und Chancenkadenz gesteigert

Dann gewann der Match an Emotionalität. Die Sharks steigerten Tempo und Chancenkadenz. Doch selbst Ex-NHL-Crack Riesen und Topscorer Buck konnten nichts herausholen. Der Basler Frust gipfelte in einem Penalty in der 47. Minute: Nachdem die Gastgeber beim Anrennen das Oltner Tor verrammelt gesehen hatten, entschied Headschiedsrichter Mollard wegen eines angeblichen Fouls von Wüst auf einen Strafstoss. «So einen Entscheid habe ich noch nie gesehen. Da war kein Zurückhalten und kein Blockieren des Pucks», meinte Beattie noch vor der Videokonsultation.

Der Penalty bot zum Glück für die Basler nicht die Chance zur Spielwende, sondern bloss Gelegenheit zur Blamage. Brandon Buck setzte die Scheibe deutlich neben den rechten Pfosten von Michael Toblers Gehäuse.

Weckruf verstanden

Der gehaltene Zwischenstand liess dessen Shutout auch deshalb näher rücken, weil die Oltner den Weckruf verstanden. Nachdem Basel eine Weile mehr Tormöglichkeiten verzeichnet hatte, bemühte sich der EHCO die Waage wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dennoch brauchte es insbesondere in der Schlussminute nochmals alle Künste Toblers, um den Kasten rein zu halten.