«Gar nicht», habe er von einem Heimvorteil profitiert, sagte Marius Kaiser, Sieger bei den unter 18-Jährigen. Der Starrkirch-Wiler ist mittlerweile seit drei Jahren Mitglied vom Nachwuchskader Bern/Solothurn, stieg im vergangenem Jahr in die Gilde der besten Schweizer Orientierungsläufern seines Jahrgangs auf. Und dies stellte er am Sonntag am regionalen OL seines Muttervereins OL Regio Olten eindrücklich unter Beweis: Kaiser schlug Fabian Aebersold. Der Bieler mit Jahrgang 2000 gilt in der OL-Szene bereits als Ausnahmetalent. Vor Wochenfrist war Aebersold an der Schweizermeisterschaft in Oensingen die zehn Kilometer in gut 34 Minuten gelaufen.
«Es ist schon ziemlich überraschend, dass ich ihn schlagen konnte», meinte Kaiser hinterher, «wobei ihm zwei drei kleine Fehler unterlaufen sind». Der Starkirch-Wiler kam dagegen nahezu ohne orientierungstechnischen Fehler durch und verfügte im stark coupierten Gelände offensichtlich über ausgezeichnete Beine.

An der Schwelle zum Nachwuchskader

Fahrt aufgenommen hat in diesem Frühjahr auch Florian Bloch. Der Oltner befindet sich an der Schwelle zum regionalen Nachwuchskader. Und dass der 15-Jährige Bloch willig ist, den nächsten Schritt zu nehmen, unterstrich er im Hügert-Bannwald mit einem zweiten Rang in seiner Alterskategorie (H16).
Im Schöngrundquartier aufgewachsen, empfand Bloch in einem Abschnitt doch über «leichte orientierungstechnische Vorteile» gegenüber den Konkurrenten verfügt zu haben. «Es war nicht ultraschwierig», bilanzierte er jedoch dahingehend, das «Seckle» sei entscheidend gewesen. Folglich stimmt auch bei Bloch die Physis für den weiteren Saisonverlauf zuversichtlich. Sowohl Marius Kaiser wie auch Florian Bloch konnten beim Heim-OL eine gesunde Portion Selbstvertrauen tanken.
Erstmals seit 1984 nutzte die OL Regio Olten den Waldabschnitt Hüguert als Wettkampfgebiet. Kartenaufnehmer Franz Wyss überarbeitete die OL-Karte in diesem Frühjahr von Grund auf, womit er das Gebiet gegen Rickenbach hin nach über 30 Jahren aus dem Dornröschenschlaf weckte.
Laufleiterin Angela Schwab und ihre beiden Bahnleger Martin Gmür und Christoph Häfeli waren herausgefordert im steilen, von einer felsigen Schlucht durchzogenen Waldstück, anspruchsvolle OL-Bahnen zu kreiieren. Der Anlass wurde für die OL Regio Olten zum Erfolg: Mit knapp 540 OL-Läuferinnen und -Läufern erfüllten sich die Erwartungen der Organisatoren. (yas)