Unihockey
Olten-Zofingen spielte im Final deutlich besser

Gegenseitiger Respekt prägte die Startphase im ersten NLB-Derby zwischen Langenthal-Aarwangen und Olten-Zofingen. Letztere setzten sich am Ende klar mit 8:3 durch.

Pius Rüegger
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Langenthal in Rücklage. bieri/ARCHIV

Langenthal in Rücklage. bieri/ARCHIV

Langenthal-Aarwangen und Olten-Zofingen gingen zu Beginn des ersten NLB-Derbys keine Risiken ein. Unter dem Sicherheitsdenken litt das Tempo. Erst die einzige 2-Minuten-Strafe der Besucher brachte Bewegung in die Partie. Künzi nützte den Vorteil (13.). Nur zwei Minuten später doppelte Nützi nach. In einer Überzahlphase gelang dem deutschen Nationalspieler Dominic Mucha der Anschlusstreffer. 16 Sekunden vor Drittel-Ende glich Oltens Captain Moser nach einem Fehler Hüslers eiskalt aus.

«Das hat mit Konzentration zu tun; denn wir haben das 2:0 freiwillig abgegeben», hielt Tomas Trnavsky, der neue Trainer von Langenthal-Aarwangen, fest. Für den Aufsteiger war es ein Weckruf. «Zum Glück kam das 2:2. Zuvor war unsere Angriffsauslösung schwach», erkannte Gäste-Co-Trainer Marc Delaquis. Im Mittelabschnitt nützte die Solothurner-Aargauer Kombination durch Manuel Mucha den zweiten Langenthaler Ausschluss (26.) zum 2:3.

Mit viel Routine zum Sieg

«Die Spieler fühlten sich unter Druck und kamen mit dem Stress nicht zurecht», so Trnavsky. Während die Gäste ihre Treffsicherheit vermissen liessen, fanden die Einheimischen weder Weg noch Platz, nach vorne. Mit einem Blitzstart und dem 3:3-Ausgleich nach 25 Sekunden eröffnete Sonderegger das Schlussdrittel. Trotzdem konnten die jungen Oberaargauer nicht weiter profitieren.

Der Gast baute auf die Routine seiner estnischen, finnischen und deutschen Verstärkungen sowie verschiedener Akteure mit SML-Erfahrung. Die Folge: 3:4 durch die Mucha-Zwillinge (44.). Zudem praktizierte jeder Block ein anderes Spielsystem, was es den Langenthalern nicht einfacher machte. «Spielerisch sind wir eine der stärksten Mannschaften», so Delaquis. Einen erfolgreichen Konter durch Hug (53.) konnten die Platzherren nicht mehr parieren (3:5). «Unkonzentriertheiten sind unser Problem», so Trnavsky.

Ein letzter Rettungsversuch des tschechischen Nationaltrainers mit einem Timeout eine halbe Minute nach dem 3:6 durch Byland (54.) blieb wirkungslos. «Wir mussten Risiko nehmen», so Trnavsky. Situativ machte Goalie Kohler einem sechsten Feldspieler Platz. Wieder Byland (56.) sowie Dominic Mucha (57.) trafen nach Langenthaler Ballverlusten ins verwaiste Tor zum 3:8-Schlussstand. «Wir sind im Hoch und das Selbstvertrauen hilft uns in den entscheidenden Momenten», sagte Olten zweiter Co-Trainer Rolf Riggenbach.