Eishockey
Olten will angestaute Wut ins dritte Playoff-Spiel mitnehmen

Olten will sich die Führung gegen La Chaux-de-Fonds wieder holen – mit Heimvorteil. Captain Stefan Tschuor ist von der Bereitschaft der Mannschaft überzeugt.

Stephan Felder
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Oltens Marco Truttmann (l.) und Chaux-de-Fonnier Lee Jinman (r.), die Topskorer ihrer jeweiligen Mannschaften, stehen sich im dritten Playoff-Spiel wieder gegenüber.

Oltens Marco Truttmann (l.) und Chaux-de-Fonnier Lee Jinman (r.), die Topskorer ihrer jeweiligen Mannschaften, stehen sich im dritten Playoff-Spiel wieder gegenüber.

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Nach dem Ausgleich von La Chaux-de-Fonds in der Viertelfinal-Serie gegen den EHC Olten steht am Dienstag im Kleinholz das dritte Spiel auf dem Programm. EHCO-Captain Sandro Tschuor über die entstandenen Emotionen und den grösseren Druck.

Ein fragwürdiges Gegentor, einige weitere heikle Schiedsrichterentscheide und das entscheidende Gegentor erst sieben Minuten vor Schluss – die Reise in den Neuenburger Jura ist für den EHCO wenig erfreulich verlaufen. Trotzdem: Schon am Montag war die Partie in La Chaux-de-Fonds beim EHC Olten kein grosses Thema mehr. «Die Verarbeitung des Spiels ist abgeschlossen», sagte Captain Sandro Tschuor nach dem kurzen Training am Morgen bestimmt.

«Niemand hat damit rechnen können, dass wir gegen La Chaux-de-Fonds mit vier Siegen in vier Spielen durchmarschieren würden.» Natürlich sei sein Team am Sonntag von den Schiedsrichtern wenig zuvorkommend behandelt worden, so der Bündner. «Nun ist es wichtig, dass wir die angestaute Wut darüber und die entsprechenden Emotionen mit ins zweite Heimspiel nehmen können.»

Druck wird grösser

Konnte man am Sonntag mit der beruhigenden 1:0-Führung in der Serie gelassen nach La Chaux-de-Fonds reisen, wird der Druck im zweiten Heimspiel nun wieder grösser für die Powermäuse. Tschuor sieht darin kein Problem. Im Gegenteil: «Druck beflügelt und macht Spass. Unser Team hat in dieser Saison gerade in Heimspielen schon oft bewiesen, dass es mit zusätzlichem Druck gut umgehen kann.» Die Tatsache, dass Olten in La Chaux-de-Fonds einem Sieg deutlich näher war als die Neuenburger am Freitag beim 0:5 im Kleinholz, darf den Powermäusen zusätzliche Sicherheit geben. Dazu hätte der EHCO mit Colton Fretter einen frischen Ausländer in der Hinterhand. Ob der Kanadier für seinen Landsmann Derek Cormier oder den Amerikaner Marty Sertich zum Einsatz kommt, wollte Trainer Scott Beattie verständlicherweise nicht im Voraus verraten.

Mit welchem Line-up der EHCO auch antreten wird, Tschuor freut sich auf die dritte Partie der Serie. «Wenn wir wirklich in den Final kommen und Meister werden wollen, dann müssen wir genau solche schwierigen Situationen wie diese überstehen. Ich bin deshalb sehr gespannt darauf, wie das Team auf die Niederlage reagieren wird.»

Dem Start ins Spiel wird am Dienstag daher eine grosse Bedeutung zukommen. Olten wird beweisen wollen, dass die Niederlage am Sonntag nichts an Selbstvertrauen gekostet hat, Chaux-de-Fonds wird versuchen, mit dem Elan des Erfolgs anzutreten. Mit den entstandenen Emotionen ist alles angerichtet für einen weiteren echten Hockey-Leckerbissen.

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