Eishockey
Olten-Verteidiger Parati: «Dürfen Thurgau nicht unterschätzen»

Nicht viele Sportler lieben eine Ausgangslage, wie sie sich für dem EHCO am Sonntag (17.30 Uhr, Kleinholz) gegen Thurgau präsentiert. Von den Powermäusen wird ein Sieg gegen den Tabellenvorletzten erwartet, eine Niederlage käme einer Sensation gleich.

Stephan Felder
Merken
Drucken
Teilen
Patrick Parati will auch am Sonntag bei seinen Teamkollegen abklatschen.

Patrick Parati will auch am Sonntag bei seinen Teamkollegen abklatschen.

Aeschbacher

Für Olten-Verteidiger Patrick Parati sind diese Vorzeichen indes kein Problem: «Als Leader sind wir in praktisch allen Partien der klare Favorit», urteilt er. Speziell gegen Thurgau habe sich Olten im Verlauf der Saison aber immer schwer getan, erinnert sich der 26-jährige Verteidiger. «Deshalb gibt es keinen Grund, Thurgau auf die leichte Schulter zu nehmen.»

Thurgau hat Kader bereits reduziert

Daran ändert auch nichts, dass die Ostschweizer keine Chancen auf die Playoffs mehr und ihren Kader aus Budgetgründen bereits massiv reduziert haben. So spielen etwa Thomas Nüssli, Sascha Wollgast, Marco Charpentier oder Brandon Dietrich bereits nicht mehr für den HCT. Mit Stürmer Andreas Küng oder Verteidiger Ronny Keller haben die Thurgauer aber immer noch Spieler mit hoher NLB-Qualität im Team.

Wiedersehen mit Patrik Bloch

Zu den Leistungsträgern gehört auch Patrik Bloch. Der langjährige EHCO-Verteidiger wechselte im Sommer von Olten zum HCT, konnte wegen einer langwierigen Verletzung aber erst Ende Dezember in die Meisterschaft eingreifen. Für Bloch kommt es im Kleinholz also zum ersten Wiedersehen mit seinen alten Teamkollegen.

Parati gefällts in Olten

Parati darf durchaus als Blochs Nachfolger bezeichnet werden. Der Rapperswiler unterschrieb im Sommer in Olten einen Dreijahresvertrag, nachdem er bereits in der vorletzten Saison 26 Spiele für den EHCO bestritten hatte. «Es war daher kein kompletter Neuanfang für mich», erinnert sich der aus Chaux-de-Fonds gekommene Parati an seine Rückkehr nach Olten. «Im Gegenteil, vieles lief ähnlich wie vor zwei Jahren.» Es gefalle ihm ausgezeichnet in der Dreitannenstadt, Team und Umfeld seien lässig. Dazu fühle er sich nach seiner Schulterverletzung wieder topfit, «nur das Gefühl auf dem Eis ist noch nicht ganz wie davor.»

Feinabstimmung noch finden

Die Ziele bis zu den Playoffs sind für Parati daher schnell gesteckt: Mit dem EHCO die Qualifikation so gut platziert wie möglich abzuschliessen und bis zu den Playoffs die Feinabstimmung auf dem Eis wieder zu finden. Die Partie gegen Thurgau ist für beide Ziele ein weiterer kleiner, aber wichtiger Schritt.