Eishockey
Olten verstärkt seine Defensive mit Christopher Bagnoud und Ruben Rampazzo

Christopher Bagnoud streift sich ab sofort wieder das grün-weisse Trikot des EHC Olten über. Das Gastspiel bei den Rapperswil-Jona Lakers ist bereits zu Ende.

Yann Schlegel
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Fehlte gegen Visp krankheitsbedingt: Oltens Christopher Bagnoud (l.).

Fehlte gegen Visp krankheitsbedingt: Oltens Christopher Bagnoud (l.).

OT/ Archiv

Zwei Verteidiger auf einen Streich: Der EHC Olten stabilisiert die dünn besetzte Defensive mit der Verpflichtung von Christopher Bagnoud und Ruben Rampazzo nachhaltig. Bagnoud gehörte zu den schmerzvollsten Abgängen, die der EHC Olten im vergangenen Frühjahr zu verkraften hatte. Der 23-Jährige folgte zum zweiten Mal in seiner noch jungen Eishockey-Laufbahn dem Lockruf der Rapperswil-Jona Lakers und hoffte auf den Durchbruch in der höchsten Schweizer Spielklasse. Vergebens: Knapp einen Monat nach dem Saisonstart steht Bagnoud noch immer ohne Einsatz bei den St. Gallern da. Somit kehrt der 96-Kilogramm-Abwehrhüne nach Olten zurück.

Rückkehr zum richtigen Zeitpunkt

Für die Dreitannenstädter kommt die frühe Rückkehr der verloren gegangenen Teamstütze zum richtigen Zeitpunkt, da Captain Patrick Parati weiterhin angeschlagen ist. Bagnoud ist aber mehr als eine Übergangslösung, sondern viel mehr eine Investition für die Zukunft – wurde sich der EHC Olten doch mit ihm gleich über einen Zweijahresvertrag einig. Das NLA-Abenteuer ist also vorerst vorbei.

Zugleich übernimmt Olten den vom HC Davos zuvor ausgeliehenen Ruben Rampazzo definitiv. Der schweizerisch-italienische Doppelbürger erhält bei den Dreitannenstädtern einen Vertrag bis Ende Saison.

Supertalent Denis Malgin

Heute steht für Olten, das mit weniger Partien als die Konkurrenz noch immer das Schlusslicht der NLB-Tabelle ist, die Reise nach Küsnacht zu den Junglöwen an. Besonders Bagnoud soll helfen, den abwesenden Parati vergessen zu machen und Stabilität in die Oltner Defensive zu bringen. Weiterhin zur Verfügung steht Thomas Studer (mit B-Lizenz aus Kloten), derweil Schneuwly noch immer angeschlagen ist. Dass die GCK-Lions auch in dieser Saison ein unliebsamer Gegner sind, beweisen ihre bisherigen Auftritte und der zwischenzeitliche fünfte Tabellenplatz.

Feuertaufe beim ZSC

In den Reihen der Zürcher dürfte eine grosse Nachwuchshoffnung auflaufen, die Olten bestens kennt. Denis Malgin kurvte bereits im Kindergartenalter den EHCO-Novizen um die Ohren und verbrachte jede freie Minute auf der Eisbahn Kleinholz. Wie viele Eishockey-Talente ist der Sohn vom langjährigen Olten-Ausländer Albert Malgin in der Talentschmiede der ZSC Lions gelandet. Bereits im vergangenen Jahr debütierte der Bruder von Dimitri (bei Martigny) im NLB-Team der Lions, nachdem er ursprünglich bei den Junioren vorgesehen gewesen war. Und nun feierte der begnadete Center vergangene Woche im zarten Alter von 17 Jahren bereits seine Feuertaufe beim Fanionteam ZSC in der NLA. Mit einem verbuchten Assist machte der russischstämmige Denis Malgin gleich auf sich aufmerksam.