Cup
Olten verliert im Cup gegen Lugano

Der FC Olten unterliegt im Cup dem Favoriten aus Lugano mit 0:4. Oltens Leistung war aber beachtlich. Lange konnte das Spiel offen gestaltet werden.

Tobias Schalk
Merken
Drucken
Teilen
Saban Jakupovic (Mitte) war mit seinen Sturmläufen der auffälligste Oltner Akteur.

Saban Jakupovic (Mitte) war mit seinen Sturmläufen der auffälligste Oltner Akteur.

Bruno Kissling

Mit dem Penaltypfiff in der Nachspielzeit durch Schiedsrichter Zimmermann wurden sämtliche Cup-Hoffnungen Oltens beerdigt. Der Luganese Sadiku war im Strafraum gefällt worden, den anschliessenden Strafstoss versenkte er gleich selbst zum 0:4 im Oltner Tor.

Somit war das klare Verdikt, welches man aufseiten der Dreitannenstädter unbedingt vermeiden wollte, doch noch Tatsache geworden. Gleichzeitig wird das Resultat der Oltner Leistung nicht gerecht. Lange durfte gehofft werden, da es gelang, das Spiel offen zu gestalten.

Zu Beginn spielbestimmend

Zu Beginn der Partie gaben die Gastgeber den Ton an. Äusserst aktiv arbeitete Olten gegen den Ball und musste sich auch mit seinem Aufbauspiel nicht verstecken. Von einem Klassenunterschied keine Spur. Trotzdem verzeichnete der Challenge-League-Vertreter die grössten Torchancen. Da Silva forderte mit seinen ruhenden Bällen in Minute 7 und 18 den Oltner Schlussmann Husi zu Glanzparaden. Mitte der ersten Halbzeit wich die Tessiner Überraschung, ob des hohen Tempo Oltens, mehr und mehr einer spielbestimmenden Gangart. Fortan gelang es den Hausherren nur noch höchst selten, den Weg aus der eigenen Hälfte zu finden.

Das Erarbeiten von Eckbällen war das Höchste der Gefühle. Einen solchen konnten die Oltner in der 39. Minute schlagen. Die Luganesi hatten den Ball aber schnell unter Kontrolle und schalteten mit einem langen Ball sofort in die Offensive um. Doch Haller unterlief diesen beim Anspielkreis. Infolgedessen zog Bebeto mit dem Ball und einem Nebenmann aufs Oltner Tor zu. Beim Abschluss blieb er nervenstark und versenkte den Ball flach in die Torecke.

Sie wollten und konnten nicht

Die Absicht der Oltner, den Ausgleich schnell möglichst herzustellen, war durchaus erkennbar. Doch dem kräftezehrenden Spiel aus Halbzeit eins musste nun Tribut gezollt werden. Somit plätscherte das Spiel unter dem Motto «Lugano will nicht – Olten kann nicht» dahin. Trotzdem war es beeindruckend, die taktischen Wechsel im Spiel der Luganesi zu beobachten. Da Silva beispielsweise wechselte immer mal wieder die Seiten, trieb mal den Ball über die Flanken nach vorne oder stürmte gleich selbst an vorderster Front.

In Minute 69 brachte Lugano-Trainer Morandi seinen Stürmerstar Sadiku ins Spiel. Die immer noch bestehende Eintoreführung sollte also endlich erhöht werden. Nur vier Minuten später wurde dieses Vorhaben umgesetzt. Verteidiger Witschi konnte im Strafraum unbedrängt angespielt werden, liess sich diese Einladung nicht entgehen und vollstreckte aus wenigen Metern Distanz. Um Olten schien es geschehen. Die fehlenden Kraftreserven und der angeschlagene Glauben an einen Sieg liessen sich nicht mehr kaschieren.

Respekt verschafft

Dass der albanische Stürmerstar in den Reihen der Tessiner seine kolportierten 500 000 Franken Ablöse für den Wechsel zu Lugano wert ist, bewies er in nur 25 Minuten Einsatz. Neben einem veritablen Lattenknaller, einer weiteren vergebenen Grosschance und viel Vorwärtsdrang, schraubte er das Score eigenhändig in die Höhe. Neben dem erwähnten Penaltytreffer reagierte er nach einem Tessiner Corner am schnellsten und bugsierte das Spielgerät aus kurzer Distanz zum 0:3 in die Maschen. Obwohl es für die Cupsensation nicht gereicht hat, verschafften sich die Oltner Respekt. Über weite Strecken hielten sie mit dem haushohen Favoriten mit und bestritten gar eine sehr starke erste Hälfte.