Wäre es nämlich nach den letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der Ilfis gegangen, so hätte der EHCO als klarer Sieger vom Eis gehen müssen. In sämtlichen vier Versuchen erzielten die Gäste fünf Treffer, während die Langnauer jeweils nicht über deren zwei resp. drei hinauskamen. Das kamen sie zwar auch gestern Abend nicht, doch diesmal reichte es zum äusserst knappen Sieg gegen den EHC Olten. Es lief die 4. Minute der Verlängerung, als sich die Gäste im Rückwärtsgang überlaufen liessen, und Thomas Nüssli alleine vor dem Tor mit seinem 3:2 zum ultimativen Matchwinner wurde.

«Ich hätte gerne zu Hause einen starken NLA-Verein empfangen», trauerte Best Player Philipp Wüst nach nervenaufreibenden gut 63 Spielminuten der verpassten Chance eines lukrativen Heimauftritts im Viertelfinal nach. «Am Ende waren wir nahe dran, dank unseres Riesenefforts im letzten Drittel, in der Verlängerung kann erfahrungsgemäss alles passieren.» Nicht nur der Schluss der Partie hätte durchaus einen Sieg der Gäste vermuten lassen können, auch zu Beginn hielten die Oltner gut mit und konnten sich auf das Prunkstück ihrer letzten Auftritte, das Boxplay, verlassen.

Leone kann ausgleichen

Den grössten Druck vermochten die SCL Tigers jedoch bei Vollbestand gegen Drittelsende zu erzeugen. Michael Tobler im Tor des EHCO hielt aber jene Pucks, welche nicht nur gefährlich vor dem Tor hindurch glitten, sondern auf ihn abgefeuert wurden, bestechend sicher.

Dass die erste Führung auf das Konto der Einheimischen ging, war das Verdienst des Duos Martin Stettler/Tom Gerber. Ersterer zog ab, Letzterer lenkte so geschickt ab, dass Tobler zum 1:0 geschlagen war.

Nach dem 0:2 war es der erst 21-Jährige Robin Leone der das Heft in die Hand nahm. Sieben Minuten nach dem Anschlusstreffer durch Fabian Ganz, vollstreckte Leone in der 51 Minute im Powerplay zum 2:2-Ausgleich. Hätte Doppel-Assistgeber Feser unmittelbar im Anschluss (nach einem genialen Pass Truttmanns) noch etwas genauer gezielt, so wäre die Partie innert acht Minuten gar komplett gekehrt.

Beinahe der Siegtreffer

Die Oltner hatten jetzt spürbar Oberwasser, versprühten auf einmal jenen Drang aufs Tor, welchen sie zuvor lange hatten vermissen lassen. Und beinahe hätte Leone in der 59. Minute noch den Siegtreffer erzielt, scheiterte aber an Ciaccio. «Am Ende hatten die Langnauer das Glück auf ihrer Seite», konstatierte der Neo-Oltner folgerichtig, denn es waren die Gäste, welche auch in der Verlängerung mehr vom Spiel hatten - bis zu besagter 64. Minute.