2. Liga inter
Olten verhindert Derbyniederlage mit späten Ausgleich

Lange Zeit sah Dulliken in Olten wie der sichere Sieger aus – ehe die drei Punkte in der Nachspielzeit noch aus der Hand gegeben wurden.

Raphael Wermelinger
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Olten - Dulliken
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Der Dulliker Spieler Alain Huber spitzelt dem Oltner Spieler Sandro Iandiorio( vorne) den Ball weg.
Die Dulliker bejubeln ihren Treffer.
Der Dulliker Wayne Corti (Bildmitte) stoppt den FCO Stürmer Tuna Han Canik.
Justin Brown (hinten) und dem Dulliker Hazir Zenuni.

Olten - Dulliken

Markus Müller

Mit dem letzten Angriff des Spiels konnten die Oltner die zweite Derby-Niederlage in der laufenden Saison gerade noch abwenden. Es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit, als sich Gerardi durch einen Doppelpass mit Jakupovic auf der linken Angriffsseite Platz verschaffte. Gerardi, erst seit der 72. Minute im Spiel, fackelte nicht lange und versenkte den Ball halbhoch in der entfernten Torecke.

Aufgrund der Bemühungen in den letzten dreissig Minuten des Nachbarschaftsduells war der Ausgleich des FC Olten nicht unverdient. Obschon Dulliken lange Zeit spielbestimmend und in der Offensive gefährlicher war als der Platzklub. Doch die Dulliker bauten in der zweiten Hälfte von Durchgang zwei ab und verspielten so den Dreier.

Halbzeit eins des Derbys riss keinen der rund 400 Zuschauer vom Sitz. Je ein Eckball für beide Parteien, mehr hatte der Abstiegskampf lange Zeit nicht zu bieten. In der 29. Minute nutzte Dulliken gleich die erste richtige Torchance des Spiels zur Führung. Zuvor zweimal aus dem Abseits zurückgepfiffen, war es der auffällige Aussenläufer Hasani, der das Score eröffnete. Klasse war die Vorarbeit von Zenuni, der den Ball gekonnt behauptete und im richtigen Moment für Hasani durchsteckte.

Vorsprung verwalten

Beinahe hätte Oltens Goalie Husi Hasani den Ball noch abgeluchst, doch dieser war schneller, vernaschte noch einen Verteidiger und versenkte das Leder im leeren Tor. Hasanis drittes Tor in der Rückrunde gab den Gästen Auftrieb. Zweimal kamen die Dulliker dem zweiten Tor vor dem Seitenwechsel sehr nahe. Hubers Linksschuss streifte nur Zentimeter am Lattenkreuz vorbei. Hasani versuchte es flach, scheiterte aber an Husi.

Statt nach dem Wiederanpfiff weiter die Offensive zu suchen und nachzulegen, begnügten sich die Dulliker mehr und mehr mit Resultathalten. Olten auf der anderen Seite bekundete weiterhin viel Mühe, die Angriffe geordnet aufzubauen. Das simple Mittel dagegen: Umstellen auf lange Bälle. Nach dem Doppelwechsel in der 72. Minute klappte dies noch besser.

Gerardi kam auf dem Flügel für den diesmal blassen Canik, Mirarchi im Zentrum für Simic. Osaj rückte dafür in die Sturmspitze vor. Dank des Routiniers gelang es den Oltnern endlich, den Ball vorne zu halten. Das brachte endlich auch Chancen: Doch selbst die optimistischsten FCO-Fans hätten wohl nicht mehr mit dem späten Lucky-Punch gerechnet.

Gute Chancen auf Ligaerhalt

Gerardis drittes Saisontor bringt Olten einen wichtigen Punkt. Weil auch der SC Schöftland unentschieden gespielt hat, beträgt der Vorsprung drei Runden vor Schluss immer noch sechs Punkte. Dulliken dagegen gab nicht nur den zweiten Derbysieg aus der Hand, sondern verpasste es auch, in der Tabelle am FCO vorbeizuziehen.

Trotzdem, auch die Schmid-Elf konnte ihr Polster von vier Zählern verteidigen, ist nun wie der FCO seit vier Spielen ungeschlagen und hat weiterhin sehr gute Chancen auf den Ligaerhalt. Dulliken trifft am nächsten Samstag auf den Tabellensiebten Lerchenfeld. Bereits am Freitag steht für Olten das Gastspiel beim Zweitplatzierten Bassecourt an.

Olten – Dulliken 1:1 (0:1)

Kleinholz. – 375 Zuschauer. – SR Affolter. – Tore: 29. Hasani 0:1. 93. Gerardi 1:1.

Olten: Husi; Hügli, Browne, Panzeri, Golob; Osaj, Iandiorio; Schifferle, Simic (72. Mirarchi), Canik (72. Gerardi); Jakupovic.

Dulliken: D. Neziri; Brica, R. Neziri, Fehlmann, Billwiller; W. Corti (72. Meyer), R. Corti, Huber, Hasani; Bisevac, Zenuni.