Fussball
Olten und Subingen teilen sich die Punkte

Das Solothurner Derby am zweiten Spieltag der 2. Liga inter endet 1:1. Während man aufseiten von Subingen durchaus zufrieden war mit dem Resultat, sah dies beim FC Olten

Pascal Mäder
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Oltens Iandiorio scheitert an Subingen-Goalie Schwaller.

Oltens Iandiorio scheitert an Subingen-Goalie Schwaller.

Remo Froehlicher 0041 79 288817

«Nein», antwortete FCO-Trainer George Schifferle nach dem Match wie aus der Pistole geschossen. Ein Nein auf die Frage, ob er mit dem Punktgewinn gegen den FC Subingen zufrieden sei. «Nach der ersten Halbzeit hätten wir eigentlich zwei Tore auf dem Konto haben müssen», begründete er. Die Statistiken geben ihm recht, denn während Olten sich nach einer ereignisarmen Startphase noch vor der Pause vier Hochkaräter erspielte, kam von Subingen in dieser Phase deutlich weniger.

Zuerst drosch Schifferle in der 23. Minute – nach einem Fehler der Hintermannschaft Subingens und anschliessendem Pass zur Mitte durch Jakupovic – das Leder aus etwa 15 Metern übers Torgehäuse. Fünf Minuten später konnten auch Simic und Schifferle nach einem weiten Einwurf Gülens die Kugel nicht einnetzen. Erneut fünf Minuten später scheiterte Canik auf Pass von Gerardi mit seinem Flachschuss am stark agierenden Gäste-Hüter Schwaller. Auch Chance Nummer vier gehörte dem auffälligen, aber oft glücklos agierenden Canik. Zwanzig Sekunden vor Schluss der ersten Hälfte wurde er auf dem Flügel angespielt, setzte sich mit einer Körpertäuschung gegen Rechtsverteidiger Koch durch und verzog danach nur knapp mittels Schlenzer in die weite Torecke.

Joker-Tor zum glücklichen Remis

Nach der Pause gestaltete sich das Spiel ausgeglichener, ohne dass dabei aber grosse Torchancen entstanden wären. Dennoch wollte es nun mit dem Toreschiessen besser gelingen: 20 Minuten vor Schluss wurde Schifferle auf dem rechten Flügel regelwidrig zurückgehalten, was einen Freistoss aus bester Position für den Linksfuss Simic zur Folge hatte. Die Hereingabe des 26-jährigen Kroaten liess der zuvor gefoulte Schifferle über seinen Scheitel zur zwischenzeitlichen Führung streifen.

Die Partie begann nun, wieder etwas chancenreicher zu werden. Winistörfer und Canik vergaben vorerst noch je eine Grosschance, ehe es der eingewechselte Baris Karatas besser machte und den etwas glücklichen Ausgleich erzielte. Es war Arifis Schuss, der von Husi nur hoch in die Luft abgewehrt werden konnte, auf die Latte sprang und erneut via die Handschuhe des FCO-Keepers nicht genügend und nur bis zum mit dem Kopf vollendenden Kartas geklärt werden konnte.

Fehlpässe, schlechte Fitness und fehlende Stammkräfte

Dass es nicht zu mehr reichte, erklärten sich die beiden Trainer unterschiedlich. Bei den Gästen fehlte es mit den verletzten Wiedmann, Müller und Kocher sowie dem nach seiner roten Karte beim Saisonauftakt gesperrten Brunner an vier Stammspielern. «Wir sind nicht die Bayern. Das können wir nicht einfach so wegstecken», wusste FCS-Trainer Erich Hert nach der Partie kühl zu analysieren. Mit dem Resultat und dem bisherigen Saisonstart gab er sich, auch ob der Umstände, sehr zufrieden.

Weniger zufrieden zeigte sich FCO-Trainer Schifferle. Nach zwei Punkten aus gleich vielen Spielen ist klar: «So kommt man nicht vorwärts.» Die Ursachen seien neben der mangelnden Effizienz gegen Subingen vor allem die vielen Fehlpässe. Auch sei der Fitnesszustand einiger Spieler unzureichend, die Ferien sind zu einem grossen Teil daran Schuld. «Das wird sich allerdings schon in den nächsten Spielen bessern», blickte Schifferle voller Selbstvertrauen in die nahe Zukunft.