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Olten-Trainer Bartolone nach dem aufwühlenden Sieg gegen Visp: «Wir spielen kein Ping Pong!»

Rückstand oder Verletzungen? Der EHC Olten lässt sich nicht beirren, führt in der Viertelfinal-Serie gegen Visp 3:0. Trainer Chris Bartolone ist erfreut, wie seine Spieler mit Widrigkeiten umgehen. Die Frage lautet nun: Wie sehr ist Gegner Visp schon angeknackt?

Etienne Wuillemin
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Bildergalerie EHC Olten - EHC Visp (27.2.19)
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Damit hat Olten bereits am Freitag die Möglichkeit, den Einzug ins Halbfinal perfekt zu machen.
Silvan Wyss schiesst den EHCO in der Verlängerung ins Glück.
Nur gerade zwei Minuten waren gespielt, als Wyss den EHCO erlöste.
Damit führt der EHC Olten in der Serie bereits mit 3:0.
Doch 12 Sekunden vor Schluss gelingt dem EHCO der Ausgleichstreffer.
Im letzten Drittel läuft der EHC Olten dem 1:2-Rückstand lange hinterher.
Doch 12 Sekunden vor Schluss gelingt dem EHCO der Ausgleichstreffer.
Vor dem letzten Drittel liegt für die Oltner noch alles drin.
Im zweiten Drittel kassiert der EHC Olten in doppelter Unterzahl den zweiten Gegentreffer.
Lukas Haas gelingt in der 30. Minute der Anschlusstreffer zum 1:2.
Gleich drei Oltner kümmern sich um den Visper Topscorer Jules Sturny.
Der Oltner Silvan Wyss (l.) im Kampf um die Scheibe gegen Jens Nater.
Anthony Rouiller (l.) und Esbjoern Fogstad Vold (r.) tauschen Nettigkeiten aus.
Der EHC Olten liegt nach dem ersten Drittel mit 0:1 im Rückstand.
Den Gegentreffer kassierte der EHCO in Überzahl.
Fernando Heynen, der Torschütze zum 0:1.
Knappe zehn Spielminuten später wäre den Wallisern fast noch der zweite Shorthander gelungen, Simon Rytz verhinderte aber Schlimmeres.
Offensiv bleiben die Oltner im ersten Drittel ohne Durchschlagskraft.
Topscorer Cason Hohmann und der EHC Olten tritt heute dritten Partie des Playoff-Viertelfinals gegen Visp an.

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Beginnen wir mit der Frage, die sich am meisten aufdrängt: Wer hat sich gestern im Training verletzt?

Chris Bartolone: «Oh mein Gott, das beginnt ja gut! (lacht laut) Eigentlich ist das Thema alles andere als lustig. . .»

In der Tat! Bereits in der zweiten Playoff-Woche fehlen dem EHC Olten mit Schirjajew, Horansky und Truttmann drei Schlüsselspieler. Sind die Ausfälle auf lange Sicht zu kompensieren?

«Schauen Sie: Das «Olten Hockey» ist physisch und schnell. Wir spielen kein Ping Pong! Und darum müssen wir auch in den Trainings an unsere Grenzen gehen. Wer das nicht tut, wird in den Spielen nicht bereit sein. Verletzungen können immer passieren. Wir sind nicht die einzigen, die leiden. Entscheidend ist etwas anderes.»

Nämlich?

«Jeder in dieser Garderobe hat einen tollen Charakter! Und eines zeichnet uns besonders aus: Egal wer einspringt, macht einen super Job. Wir sind als Team zusammengerückt, es ist völlig egal, wer skort, nur die Atmosphäre ist entscheidend. Und die ist super.»

Drei Spiele, drei Siege – warum läuft es dem EHC Olten im Playoff bis anhin so gut?

«Der erwähnte Zusammenhalt ist ein Grund. Die Torhüterleistungen ein anderer. Und vielleicht auch, dass wir daran festhalten, wie wir mit unseren Emotionen umgehen.»

Was genau meinen Sie damit?

«Egal, was gerade passiert auf dem Eis, wir werden es niemals überhöhen. Nach einem Tor oder einem Sieg denken wir nicht gerade an den Titel. Und nach einem Fehler geht auch nicht die ganze Welt unter.»

Die späte Wende am Mittwochabend in Spiel drei mit dem Ausgleich zwölf Sekunden vor Schluss und dem Overtime-Tor war bis anhin das emotionale Highlight für die Fans. Hätten Sie 20 Sekunden vor dem Ende noch an eine solche Dramaturgie geglaubt?

Ja, das hätte ich.

Soll ich Ihnen das wirklich glauben?

«20 Sekunden tönt nach wenig. Aber eigentlich ist das viel Zeit. Sogar wenn der Schuss von Silvan Wyss nicht ins Tor gegangen wäre, hätten wir noch Zeit für einen letzten Versuch gehabt. Klar, so ein spätes Tor gelingt vielleicht in einem von zehn Fällen.»

Nun übertreiben Sie ein wenig! Vielleicht in einem von 100 Fällen.

«Ok, akzeptiert (lacht). Aber man muss als Trainer sowieso immer an alles glauben.»

Welches der drei Spiele hat Ihnen als Trainer bis anhin am besten gefallen?

«Das dritte! Ganz einfach, weil ich am meisten involviert und gefordert war. Es gab unplanmässige Verletzungen, ich musste reagieren, immer wieder neue Kombinationen kreieren, später ein Timeout nehmen, unseren Torhüter ersetzen – so involviert in ein Spiel bin ich selten. Das hat auch Spass gemacht.»

Nun steht es in der Serie gegen Visp 3:0 – ist die Entscheidung schon gefallen?
«Wenn ich das Video anschaue, dann fällt schon auf, dass sie nach unserem Overtime-Treffer ziemlich geknickt waren. Es ist nicht einfach, so ein Erlebnis zu verarbeiten. Wir dürfen ihnen auf keinen Fall neues Leben einhauchen. Je schneller die Serie zu Ende ist, desto besser. Und trotzdem: Ich denke, es ist noch ein weiter Weg.»

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