Eishockey NLB
Olten siegt trotz klarem Chancenplus erst nach Penaltyschiessen

Nach dem Sieg auswärts gegen Lausanne baut der EHC Olten die Tabellenführung in der NLB auf sechs Punkte aus. Die Punkte sicherten sich die Oltner mit einer kämpferischen Darbietung und zwei souveränen Versuchen im Penaltyschiessen.

Jürg Salvisberg
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Oltens Torhüter Michael Tobler (links) und sein Team freuen sich.

Oltens Torhüter Michael Tobler (links) und sein Team freuen sich.

Keystone

Dass die Playoffs näher rücken und die Spiele enger werden, bekam der Leader im Spitzenkampf gegen Lausanne zu spüren. Im Unterschied zum 9:4-Heimsieg zwei Wochen zuvor, konnten die Oltner diesmal gegen die Waadtländer nicht frühzeitig für klare Verhältnisse sorgen und holten ihren sechsten Erfolg in Folge erst im Penaltyschiessen mit 4:3.

Die Waadtländer gingen das temporeiche Duell locker mit. Über weite Strecken entwickelte sich ein attraktiver Schlagabtausch. Die eindeutigeren Chancen erarbeitete sich der Leader, bei dem Aufwand und Ertrag jedoch in einem schlechten Verhältnis standen. Viele Chancen wurden ausgelassen. Und plötzlich stand es 0:1. Corso, der Ersatzausländer für Setzinger, hatte für den Puck vor
EHCO-Goalie Tobler die Direttissima gewählt.

Druckphase bringt Führung

Nach weiteren guten Möglichkeiten war auch der Lausanner Kasten sturmreif. Tschuor lancierte Di Pietro in der Mitte und der ehemalige Nationalspieler versenkte die Scheibe in die rechte hohe Ecke von Tamos Gehäuse. Im Mitteldrittel setzten die Oltner ihre Gegner weiter unter Druck. Mit Erfolg, Pargätzi traf zum 2:1. Im Rest des Mittelteils geriet der Tabellenführer gegen die Lausanner strafenmässig 2:4 in Rückstand, was die Auswärtigen in der 35. Minute zum 2:2 nützten.

89 Sekunden fünf gegen drei

Damit war die Basis für ein Playoff-würdiges Finale gelegt. Im Schlussdrittel machte das Hin und Her auch zum Schonen der Kräfte einem kalkulierteren Spiel Platz. Immer wichtiger wurden die Ausschlüsse. So wusste zuerst Lausanne eine numerische Unterzahl der Oltner durch Conz zum 2:3 umzumünzen. Dann schaffte Topskorer Truttmann dasselbe, als die Platzherren über einen Mann mehr verfügten. Die grosse Gelegenheit zu einer Entscheidung in der regulären Spielzeit besassen in der Endphase die Oltner. Der Leader konnte 89 Sekunden mit fünf gegen drei Feldspieler operieren, sündigte jedoch im Abschluss.

Anders im Penaltyschiessen. Souverän sicherten Truttmann und Cormier ihren Farben den Zusatzpunkt, indem sie gleich zu Beginn des Penaltyschiessens erfolgreich waren.