Tief war das Terrain, auch stellenweise matschig und bedrohlich schwarz zeigten sich die Wolken am Oltner Himmel. Trotzdem entschieden die FCO-Verantwortlichen, anders als ihre Gegenstücke in Dulliken: Ein Fussballspiel kann durchgeführt werden.

Die Umstände dieser Partie schienen zu Beginn etwas auf das fussballerische Niveau zu drücken, da beide Mannschaften Anlaufschwierigkeiten zeigten. Bezeichnend dafür: die ersten beiden Chancen entstanden nach Standartsituationen.

In der zwölften Minute fand ein Freistoss von Simic das Getümmel am Rande des Sechzehners, von wo der Ball knapp neben den Pfosten gelenkt wurde. Gäste-Hüter Dahmani, ebenfalls im Spielergewühl zugegen, wäre geschlagen gewesen.

Zwei Minuten später touchierte auf der anderen Seite der Eckball von Kalezic die Latte. Die nächste Grosschance datiert aus der 25. Minute, in welcher Sturmspitze Schifferle den Ball während eines Konters zum ungewohnt offensiv eingesetzten Flügel Golob durchliess.

Im entscheidenden Moment von einem NKP-Spieler noch leicht geschubst, verschoss der 21-Jährige allerdings aus aussichtsreicher Position kläglich. „Es ist immer in etwa dasselbe: Wir haben unsere Chancen, aber machen die Tore nicht“, trauert FCO-Captain Husi den vergebenen Chancen nach.

Auffällig in der ersten halben Stunde war ausserdem, wie vehement Pajde einen Elfmeter provozieren wollte. Ob nach einer kleinen Berührung Iandiorios, der Hand von Krasniqi an Kalezics Schulter oder auch ohne Berührung - die Spieler des NK Pajde liessen sich immer wieder fallen und forderten lautstark einen Penalty.

Schiedsrichter Nevistic blieb davon jedoch unbeeindruckt und zeigte sogar in der dreissigsten Spielminute Kalezic die gelbe Karte wegen einer Schwalbe.

Dass Pajde diese Elfmeter gar nicht nötig gehabt hätte, bewiesen sie zehn Minuten vor dem Pausenpfiff. Ein langer Ball vom stark aufspielenden Haxhijaha auf Kalezic, dieser an den Strafraumrand zu Osej, welcher den Ball gut getimt in die Gasse zum letztendlich vollstreckenden Dizdarevic spielte. Ein wunderschön herausgespieltes Tor, welches die Oltner vorerst ein wenig schockte.

Der Regen als Problemfaktor

Nach der Pause aber zeigten die Platzherren eine Reaktion und drückten auf den Ausgleichstreffer. Luca Schifferle vergab gleich zwei grosse Chancen und auch Iandiorio konnte nach einem Eckball nicht reüssieren.

Ab der sechzigsten Minute begann es zu regnen, was Olten nicht entgegen zu kommen schien. Die Truppe von Georg Schfferle erarbeitete sich keine einzige Torchance mehr und bekundete gleichzeitig Glück, dass Osej seine drei Grosschancen allesamt ungenutzt liess.

Eine Erklärung für den Leistungsabbau nach einer Stunde fand Torwart Husi zum einen darin, dass solche Spiele sehr viel Kraft brauchen. Ausserdem habe der Gegner eine sehr starke Mannschaft ins Rennen geschickt.

Sein Team habe heute trotz der Niederlage von Anfang an Vollgas gegeben und eine gute Partie gezeigt. Dem Kampf gegen den Abstieg blickt Husi zuversichtlich entgegen, weil die Spieler stets mit sehr gutem Einsatz zu Werke gehen. Ein Sieg gegen den nächsten Gegner und unmittelbaren Konkurrent im Abstiegsrennen Kilchberg-Rüschlikon sei nun Pflicht.

Olten – Pajde 0:1 (0:1)

Kleinholz. – 200 Zuschauer. – SR: Davor Nevistic. – Tore: 36. Dizdarevic 0:1.

Olten: Husi; Krasniqi, Brown, Iandiorio, Gülen; Golob (77. S. Schifferle), Mirarchi, Slishani (74. Osaj), Gerardi; Simic; L. Schifferle.

Pajde: Dahmani; Petrovic (38. Lukic), Glibo, Blagojev, Veliu; Haxhijaha; Dizdarevic, Garic (66. Paucinac), Besirevic, Kalezic (88. Lujic); Osei.

Bemerkungen: Verwarnungen: 22. Krasniqi (Handspiel), 30. Kalezic (Schwalbe), 44. Iandiorio (Foul), 62. Slishani (Reklamieren), 79. Glibo (Foul), 81. L. Schifferle (Handspiel), 89. Gerardi (Foul).