Die hitzigen Emotionen und auch die Playoff-Härte kehrten in der gestrigen fünften Halbfinalpartie zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten – es war die dritte Partie nach dem tragischen Unfall von Ronny Keller – ins Derby zurück. In Bandennähe krachte es vermehrt. Olten verwandelte zuerst einen 0:1-Rückstand in eine 4:2-Führung. Der SCL kam aber zurück, glich mit Toren von Leuenberger (49.) und Dommen (53.) aus und erzwang die dritte Verlängerung in dieser ausgeglichenen Best-of-7-Serie.

Wüst macht Sieg perfekt

Es waren aber am Ende die EHCO-Spieler, die sich in den Armen lagen. Denn in einer ausgeglichenen Verlängerung brachte Oltens pfeilschneller Stürmer Philipp Wüst die Scheibe an Eichmann vorbei zum 5:4-Overtime-Sieg. Damit schafften die Powermäuse das Break, das sie am vergangenen Freitag nach einer 5:2-Führung an gleicher Spielstätte noch aus der Hand gaben.

Matchwinner Derek Cormier

Auf Oltner Seite war vor allem der 40-jährige Ausländer Derek Cormier dafür verantwortlich, dass vor dem SCL-Gehäuse die Post abging. Der Kanadier war eine der auffälligsten Figuren im gestrigen Derby und konnte sich als Dreifachtorschütze feiern lassen. Erstmals liess er in der 12. Minute mit einem Schuss an den Pfosten von Eichmanns Gehäuse aufhorchen. Zählbares erzielte er dann schliesslich im Mitteldrittel: In der 31. Minute markierte er mit einem Backhandschuss den 1:1-Ausgleich, ehe er seine Farben in der 39. Minute mit einem Shorthander – sein Teamkollege Romano Pargätzi sass in der Kühlbox – in Front brachte. Von Marty Sertich perfekt lanciert, konnte der Routinier aufs Tor von Eichmann losziehen und knallte die Scheibe zur 2:1-Führung in die Maschen.

Spannender Schlussabschnitt

Im Schlussabschnitt konnte der SCL rasch zum 2:2 ausgleichen. Dann schlug aber wiederum die Stunde des EHC Olten. In der 45. Minute war es dem Gäste-Captain Sandro Tschuor vorbehalten, einen missglückten Langenthaler Befreiungsschlag in einen Oltner Treffer umzuwandeln. Und nur drei Minuten später bejubelte Cormier seinen dritten Treffer des Abends, den er in einer Oltner Powerplay-Situation markierte (2:4). Darauf hatten die kämpferischen Langenthaler aber die passende Antwort bereit, die ihnen zwar die Verlängerung, nicht aber den Sieg brachte.