Eishockey
Olten im Glück? Auf Angst- folgt der Lieblingsgegner

Am Samstag kassierte der EHC Olten gegen Visp eine unnötige Niederlage. Gegen Ajoie wollen die Powermäuse nun zum Siegen zurückfinden. Es wäre bereits der dritte Erfolg in dieser NLB-Saison gegen die Jurassier.

Stephan Felder
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Simon Schnyder ist der Boxplay-Spezialist des EHCO. HR. Aeschbacher

Simon Schnyder ist der Boxplay-Spezialist des EHCO. HR. Aeschbacher

HR.Aeschbacher

Das 2:3 nach Penaltyschiessen gegen Visp war in mehrfacher Hinsicht ärgerlich. Olten hatte den Gegner über weite Strecken der Partie im Griff, spielte sich viele Chancen heraus, um zum Schluss wegen zwei Gegentreffern im letzten Drittel doch nur einen Punkt mitzunehmen.

Zittern im Schlussdrittel

Nicht zum ersten Mal verspielte der EHC Olten in dieser Saison im Schlussdrittel einen scheinbar beruhigenden Vorsprung. Gegen die Basel Sharks kassierten die Powermäuse den Ausgleich wenige Sekunden vor der Sirene, gegen La Chaux-de-Fonds konnten die Gäste ein 0:3 aufholen.

Schnyder hat eine Erklärung, weshalb sich der EHCO mit dem Verwalten eines Vorsprungs derart schwertut: «Wir verlieren nach einer Führung zu oft die Konzentration.» Einfaches Rezept dagegen sei, dem Gegner auch bei einem Zwei- oder Dreitore-Vorsprung das eigene Spiel aufzuzwingen.

Nachdem Visp seinem Ruf als EHCO-Angstgegner am Samstag alle Ehre gemacht hat, kommt am Donnerstag mit Ajoie quasi das Pendant ins Kleinholz. Gegen die Jurassier gewann der EHCO beide Spiele in dieser Saison nach 60 Minuten.

Trotzdem warnt Schnyder: «Mit Ajoie kommt ein unbequemer, rauer Gegner nach Olten.» Wichtig sei gegen die Jurassier immer, früh in Führung zu gehen, damit sich der Gegner nicht in einen Rausch spielen könne.

«Merkte die fehlende Spielpraxis»

Schnyder gilt beim EHCO als «Boxplay-König». Der Zentralschweizer ist einer der besten Unterzahlspieler in der NLB. Seine Dienste wurden letztes Jahr schmerzlich vermisst, als Schnyder wegen einer Verletzung praktisch die gesamte Saison verpasste.

In dieser Saison läuft es für den 26-Jährigen bislang gut. «Am Anfang merkte ich die fehlende Spielpraxis deutlich, dann lief es aber schnell besser», blickt der Verteidiger auf sein Comeback zurück.

Dass Schnyder trotz Konkurrenzkampf in dieser Saison immer viel Eiszeit erhielt, beweist seine Wichtigkeit für die Mannschaft. Auch gegen Ajoie wird er speziell im Boxplay eine Schlüsselrolle einnehmen.

Und zusammen mit den Teamkollegen dafür sorgen, dass bei den Powermäusen am Schluss der Partie nicht wieder von einer unnötigen Niederlage gesprochen wird.