Eishockey

Olten hätte niemals verlieren dürfen

Oltens Pascal Krebs spielte sehr angriffig und beschäftigte die La Chaux-de-Fonds-Abwehr immer wieder. ae

Oltens Pascal Krebs spielte sehr angriffig und beschäftigte die La Chaux-de-Fonds-Abwehr immer wieder. ae

Der EHC Olten unterliegt Leader La Chaux-de-Fonds unglücklich 3:4 nach Penalties. Das Spiel gegen den Leader war eines, das man aus Sicht der Oltner nie und nimmer hätte verlieren dürfen.

Doch vor allem zwei Komponenten hatten etwas gegen den mehr als verdienten Sieg der Gäste einzuwenden: das Wettkampfglück sowie Schiedsrichter Unterfinger, der in mehreren Situationen das Fingerspitzengefühl vermissen liess. Der erste Qualifikationsrang ist für Olten nach dem 3:4 kaum mehr zu erreichen.

Dabei hatte alles so gut begonnen für die Gäste, die übrigens ohne ihren kranken Topskorer Sertich auskommen mussten. So übernahm Schwarzenbach den Goldhelm. Und dieser spurtete gleich am Anfang alleine auf Todeschini zu, doch der Goalie der Einheimischen parierte – um nur kurze Zeit später das Glück in Anspruch zu nehmen. Schwarzenbach legte für Kollege Hirt auf, der den Puck aus kurzer Distanz an die Latte setzte. Dann schlug die Stunde der vierten Angriffsformation. Patrick Parati tankte sich auf der linken Seite energisch durch, spielte den kurzen Pass auf Bruno Marcon, und der eröffnete den Torreigen (7.) mit seinem dritten Saisontreffer.

Auffällig in den ersten 20 Minuten war die Harmlosigkeit der Chaux-de-Fonniers, bei denen nicht viel zusammenpasste. Ungenügende erste Pässe, fehlendes Durchsetzungsvermögen sowie das eine oder andere Offside zuviel. Anders der EHCO, der äusserst konzentriert zu Werke ging und viel eher wie eine Spitzenmannschaft auftrat. Und das änderte sich auch im mittleren Drittel nicht. Es wurden vielmehr die Eindrücke der ersten 20 Minuten bestätigt. Die Gäste führten die feinere Klinge, hatten einen sauberen Spielaufbau, bessere Chancen, ein funktionierendes Powerplay und sie erzielten den zweiten Treffer der Partie. Marcon war diesmal ganz genauer Passgeber auf Maurer, der in der entfernten Ecke nur noch die Kelle hinzuhalten brauchte.

EHCO ohne Wettkampfglück

Der EHCO machte zwar auch in der Folge das Spiel, die nächsten beiden Treffer hingegen die Neuenburger. Die Oltner Führung wäre aber auch nach gespielten 40 Minuten mehr als verdient gewesen. Zuerst blieb Marcon nach einem wunderbaren Solo der Torjubel denkbar knapp verwehrt, dann konnte Philipp Wüst, vom gegnerischen Stock im Gesicht getroffen, nur noch regelwidrig am Einzelvorstoss gehindert werden. Für Schiedsrichter Unterfinger allerdings nicht einmal Grund genug, gegen den Sünder zumindest eine Zweiminutenstrafe auszusprechen.

Für ein nur ansatzweise vergleichbares Vergehen kassierte selbiger Wüst dann aber seinerseits eine Zweiminutenstrafe, der Ausgleich fiel aber nicht. Negative Auswirkungen ganz anderer Art hatte ein nächster Entscheid des Unparteiischen. Meister stoppte den Puck halbhoch an der blauen Linie, und Maurer traf, nachdem La Chaux-de-Fonds ausgeglichen hatte, zum vermeintlichen 4:3. Laut Unterfinger hatte der Puck die immaginäre Linie jedoch überschritten. So besammlten sich die beiden Teams nach kurzer Pause mit nur noch je vier Feldspielern zur Verlängerung, die mit einer prächtigen Krebs-Chance und der Keilerei zwischen Mondou und Della Rossa als Highlights zu Ende ging.

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