Eishockey

Olten gewinnt nur mit Mühe, obwohl Ajoie ohne Ausländer antritt

Olten erarbeitet sich viele Chancen gegen Ajoie.

Olten erarbeitet sich viele Chancen gegen Ajoie.

Der EHC Olten schaffte mit einem 3:1-Sieg über Ajoie den Anschluss an die Tabellenspitze der NLB. Die Solothurner liegen nach 21 Spielen bloss einen Zähler hinter Langenthal und den SCL Tigers.

Der Kanadier Kevin Cloutier verletzt, der Slowake Vladimir Dravecky ebenfalls nicht einsatzfähig und Ajoie damit ohne Ausländer. Dazu fehlten auch die beiden Topspieler Geoffrey Vauclair (verletzt) und Miguel Orlando (nach der Matchstrafe gegen Thurgau gesperrt) – mit Blick aufs Matchblatt schienen die Jurassier für den EHC Olten eine leichte Beute.

Doch wie zuletzt gegen Visp hatten die Oltner erneut Mühe mit einem Gegner aus den hinteren Ranglistenpositionen. «Gegen Olten wollen alle Teams gut aussehen», kommentierte EHCO-Verteidiger Christopher Bagnoud die Aufsässigkeit der Ajolouts. «Deshalb war es für uns kein einfaches Spiel.»

Hauerts Tor und Strafe

Viele Puckverluste im eigenen Drittel und Missverständnisse vor dem gegnerischen Tor waren dafür verantwortlich, dass die bis auf den verletzten Corey Ruhnke komplett angetretenen Oltner alles andere als dominant waren.

Im Gegenteil. Ajoie spielte trotz seiner personellen Defizite wacker mit und ging in der 10. Minute gar in Führung, als Hauert ein schnelles Break erfolgreich abschloss. Derselbe Hauert musste fünf Minuten später als erster Spieler auf die Strafbank, was die Oltner prompt zum Ausgleich nutzten. Topskorer Shayne Wiebe traf zentimetergenau zwischen den Schonern Mischlers hindurch.

Vergebene Chancen

Nach diesem Powerplaytor fand der EHCO deutlich besser ins Spiel und war im Mitteldrittel klar tonangebend. «Da klappte», so Diego Schwarzenbach, «unsere Spielauslösung wesentlich besser, und wir haben unsere technische Überlegenheit ausgespielt.» Allerdings machten die Oltner aus dieser Überlegenheit viel zu wenig.

So sah der völlig freistehende Wiebe in der 30. Minute seinen harten Schuss von Mischler gehalten. Und in den beiden letzten Minuten vergaben die Platzherren gleich drei erstklassige Chancen. Erst schoss Lüthi knapp daneben. Dann fischte Mischler einen Schuss Schilds mirakulös aus der hohen Ecke. Und Sekunden vor dem zweiten Sirenenton landete auch Brunners Geschoss aus aussichtsreichster Position knapp neben dem Ajoie-Kasten.

Schwarzenbachs Traumtor

Dass die Oltner während dieser Sturm-und-Drang-Phase nicht ganz leer ausgingen, dafür sorgte Diego Schwarzenbach mit einer spektakulären Einzelaktion. Der 26-jährige Stürmer umspielte erst Verteidiger David Stämpfli und dann auch noch Goalie Matthias Mischler und traf danach ins leere Tor. «Das war sicher eines der schönsten Tore in meiner Karriere», kommentierte Diego Schwarzenbach das 2:1.

3:1 statt 2:2

Wer allerdings eine Fortführung des EHCO-Sturmlaufs im Schlussdrittel erwartet hatte, wurde enttäuscht. «Wir haben da etwas viel Vorsicht walten lassen», meinte Schwarzenbach, während Ajoie wieder seinen Tritt fand und dem Ausgleich nahe stand.

Die grösste Chance zum 2:2 hatte Stämpfli, der in der 52. Minute nur die Latte traf. Eine Minute später hiess es prompt 3:1 statt 2:2, als Bagnoud nach einer schönen Kombination für die Entscheidung sorgte. «Wir wollten unbedingt diese drei Punkte», sagte Bagnoud sichtlich zufrieden. «Auf welche Art wir sie holten, war für uns zweitrangig.»

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