Nur eine Woche war vergangen, seit der FC Dulliken und der FC Olten zum letzten Mal gegeneinander gespielt hatten. Im letzten Meisterschaftsspiel vor der Winterpause konnten sich die Oltner in der Gruppe 5 der 2. Liga inter daheim mit 3:2 durchsetzen. Und auch im gestrigen Qualifikationsspiel für den Schweizer Cup 2019/20 gingen die Oltner als Gewinner vom Platz.

Aber der Reihe nach: Zweimal innerhalb einer Woche gegen den gleichen Gegner zu spielen, ist immer eine spezielle Affiche und dazu sicherlich nie eine einfache Aufgabe. Noch spezieller macht es das ganze natürlich bei einem Derby. Von Beginn an merkte man, dass die Gäste aus der Dreitannenstadt deutlich besser mit der Situation zurechtkamen. Bereits in der vierten Minute konnten sie ihre erste Grosschance kreieren, blieben jedoch vorerst erfolglos.
Vom Heimteam kam zu Beginn sichtlich wenig. Das Spiel der Dulliker war geprägt von Fehlpässen und Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Dies spielte natürlich wiederum den Gästen in die Karten. Immer wieder konnten sie von den Fehlern profitieren und kamen gefährlich vor das Dulliker Tor.

Schifferle bricht den Bann

In der 18. Minute war es dann soweit: Luca Schifferle konnte von einem ebensolchen Aufbaufehler der Dulliker Abwehrkette profitieren und zur 1:0-Führung für die Oltner einnetzen. Die Führung war aufgrund des Chancenverhältnisses hochverdient. Wer nun glaubte, das Gegentor sei für die Dulliker ein Weckruf, wurde bitter enttäuscht. Immer wieder schlichen sich bei den Niederämtern unnötige Fehler ein, welche den Oltner zu guten Chancen verhalfen.

In der 27. Minute passierte dann, was passieren musste. Wiederum nach einem Eigenfehler konnten die Dulliker den pfeilschnellen Oltner Flügel Xaver Meyer nur noch mit einem Foul an der Strafraumgrenze stoppen. Avni Halimi verwandelte den anschliessenden Freistoss wunderschön zur 2:0-Führung für das Gästeteam.

Der FC Dulliken wollte einfach nicht in Fahrt kommen. Bis zur Halbzeit durften die Zuschauer gerade mal einen ungefährlichen Torschuss des Heimteams bestaunen. Mit dem 2:0-Pausenresultat waren sie daher noch gut bedient. Es hätte gut und gerne auch höher ausfallen können. «Heute war ein anderer FC Dulliken als in den letzten Spielen auf dem Platz,» sagte Trainer Alessandro Rizzo.

Die Einstellung stimmte nicht

Nach der Pause dasselbe Bild: Der FC Dulliken mit individuellen Fehlern, der FC Olten profitiert davon. Auffällig war aber, dass das Spiel nun etwas ruppiger wurde. Dadurch wurde der Spielfluss, der ohnehin nicht wirklich vorhanden war, ebenfalls negativ beeinflusst. Torchancen wurden Mangelware. Dies wiederum war natürlich den Oltner nur recht. Clever spielten sie Minute um Minute herunter und kamen dabei selbst auch ein paar Mal zu guten Chancen, welche sie eigentlich hätten ausnutzen müssen. Bis zum Schlusspfiff gelang jedoch keiner der beiden Mannschaften mehr ein Tor.

Nach dem Spiel war FCD-Trainer Rizzo sichtlich enttäuscht. Zur Leistung seines Teams sagte er: «Heute hat bei uns von der ersten Minute an die Einstellung nicht gepasst.» Auch die Ungenauigkeiten haben ihm gar nicht gepasst. «Wir haben dem Gegner zu viele Geschenke verteilt.»