EHC Olten
Olten gegen Langenthal - Nicht nur ein sportliches Duell, sondern auch eines für Geld und Geist

Der EHC Olten trifft nach der Begegnung der vergangenen Woche erneut auf den SC Langenthal – diesmal jedoch nicht in der Meisterschaft, sondern im Schweizer Cup.

Marcel Kuchta
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Im Auge des Sturms: Oltens Martin Ulmer wird gleich von fünf Langenthaler Gegenspielern in die Mangel genommen.

Im Auge des Sturms: Oltens Martin Ulmer wird gleich von fünf Langenthaler Gegenspielern in die Mangel genommen.

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Ungefähr 150 000 Franken könnte ein Sieg des EHC Olten am heutigen Abend (19.45 Uhr) wert sein. Nämlich dann, wenn den Powermäusen im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups ein Sieg gegen den SC Langenthal gelingt. In diesem Fall würde den Oltnern in der nächsten Runde mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Duell gegen einen NLA-Vertreter winken. Und man kann sich ausrechnen, wie viele Leute im Falle einer Begegnung mit einem Team wie Meister Bern oder Rekordmeister Davos ins Kleinholz pilgern würden.

Bei 6000 Zuschauern und einem Eintrittspreis von 25 Franken würde das die oben beschriebene, sechsstellige Summer ergeben. Ein schöner Zustupf für das Portmonnaie eines Klubs, der angesichts seiner sportlichen Ambitionen auf eine gut gefüllte «Kriegskasse» angewiesen ist.

Doch es geht für den EHC Olten heute Abend nicht nur um Geld, sondern auch um den Geist. Und zwar in dem Sinne, dass man auf den erfolgreichen Meisterschaftsauftakt vom letzten Mittwoch gegen Langenthal (3:1) aufbauen möchte. Der Sieg im ersten von insgesamt acht Derbies in der laufenden Saison war für den Klub, der einen Sommer des Umbruchs hinter sich hat, Balsam für die etwas angespannten Nerven. «Das erste Spiel war ein gutes Signal für die Mannschaft. Wir haben gesehen, dass wir erfolgreich sein können, wenn wir uns an unser Konzept halten und den Schlüsselpunkten Beachtung schenken», sagt EHCO-Verteidiger Joel Fröhlicher.

«Gutes Gefühl und frische Beine»

Da die Powermäuse am vergangenen Wochenende nicht im Einsatz standen, ist die Pause seit dem vergangenen Mittwoch ungewohnt lang. Für Fröhlicher allerdings kein Problem: «Wir konnten das Wochenende für die Regeneration nutzen. Das gute Gefühl des Siegs ist geblieben. Wenn wir jetzt noch die frischen und schnellen Beine ausnützen können, umso besser.»

Auch für Headcoach Bengt-Ake Gustafsson steht im zweiten Duell gegen den Rivalen aus dem Oberaargau im Mittelpunkt, «die guten Dinge» aus der ersten Partie mitzunehmen. Entsprechend werden die Oltner heute Abend in unveränderter Formation im Vergleich zur Vorwoche antreten. Im Tor wird wieder Simon Rytz stehen. Wobei absehbar ist, dass Rytz und Matthias Mischler sich in den kommenden Wochen abwechseln werden. Im gestrigen Abschlusstraining kassierte Remo Hirt noch einen hohen Stock an den Kopf und eine blutende Wunde an der Augenbraue. Einem Einsatz dürfte trotzdem nichts im Wege stehen. Fehlen werden weiterhin Simon Lüthi und Helder Duarte.