Beim EHC Olten denkt niemand mehr an den schlechten Saisonstart mit drei Niederlagen in Folge zurück. Zehn Punkte holten die Powermäuse aus den letzten vier Spielen, zuletzt gewannen die Oltner gleich beide Derbys zu Hause gegen Langenthal und auswärts bei den SCL Tigers. «Inzwischen haben alle Spieler ihre Rolle in der Mannschaft gefunden», liefert EHCO-Stürmer Corey Ruhnke eine Erklärung für die deutliche Leistungssteigerung seines Teams.

«Schon im letzten Jahr taten wir uns schwer, bis jeder Spieler seinen Platz im Team gefunden hatte. Danach machten wir schnell grosse Fortschritte und deshalb bin ich davon überzeugt, dass sich die Mannschaft auch in diesem Jahr in den nächsten Spielen weiter steigern kann.» Den nächsten Beweis ihrer Fortschritte können die Oltner gegen Red Ice Martigny antreten.

Olten will die Revanche

Die Unterwalliser sind überraschend gut in die Saison gestartet. Weil die russischen Investoren den Geldhahn im Sommer zugedreht hatten, verliessen etliche wichtige Spieler Red Ice. Trainer und Sportchef Albert Malgin musste noch im September einige Last-Minute-Transfers tätigen, um eine konkurrenzfähige Equipe aufstellen zu können. 14 Punkte und Rang drei nach acht Spielen ist daher deutlich mehr, als von Martigny zu Beginn der Saison zu erwarten war.

Wie stark Red Ice tatsächlich ist, erlebte der EHCO bei seinem zweiten Saisonspiel, das im Unterwallis deutlich mit 2:6 verloren ging. Servette-Leihgabe Jeremy Wick und Routinier Mike Knöpfli waren in dieser Partie Mitte September die auffälligsten Spieler auf dem Eis. «Martigny hat eine gute Mannschaft», warnt daher auch Ruhnke vor dem unberechenbaren Gegner. «Wenn wir allerdings mit viel Tempo spielen und unserem System treu bleiben, dann sollten wir gute Chancen auf ein positives Resultat haben», gibt sich der Schweiz-Kanadier dennoch zuversichtlich.

Neuer Schwung dank neuem Stadion

Schliesslich möchte der EHCO im neuen Kleinholz gerne noch länger ungeschlagen bleiben. An die Premiere im neuen Stadion vor einer Woche jedenfalls denkt Ruhnke gerne zurück. «Die Unterstützung der Fans gegen Langenthal war einfach unglaublich.» Das renovierte Kleinholz sei ein eindrücklicher Beleg für die Professionalisierung des EHCO. «Der Klub hat mit diesem Umbau einen grossen Schritt gemacht und ermöglicht es der Mannschaft, grosse Ziele zu erreichen», schwärmt Ruhnke. Das nächste kleine Ziel der Powermäuse ist, die gute Serie der letzten Spiele weiter auszubauen, sich definitiv im Mittelfeld der Tabelle festzusetzen und weiter in Tuchfühlung mit der Spitze zu bleiben.