Unihockey NLA

Olma-Bratwürste schmecken Wiler nicht

© Solothurner Zeitung

Wiler-Ersigens Unihockeyaner ringen das aufsässige Waldkirch-St. Gallen in der Nationalliga A knapp mit 7:5 nieder. Damit stehen die Emmentaler als Qualifikationssieger fest.

Zäh, ganz zäh. St. Galler Bratwürste scheinen Wiler-Ersigen nicht zu schmecken. 60 Minuten lang quält sich der Serienmeister durch die Partie gegen das aufsässige Waldkirch-St. Gallen (Wasa). Aber am Ende ist es dann doch wie fast immer in dieser Saison: Wiler-Ersigen gewinnt, der Herausforderer lässt die Köpfe hängen. Der 7:5-Erfolg gegen Wasa ist für die Emmentaler bereits der 13. in Serie, der 18. insgesamt – und das in 20 Spielen. Die St. Galler bleiben damit auch im zehnten Duell mit Wiler auf höchster Meisterschafts-Stufe ohne Sieg. Und trotz dieser durchzogenen Leistung haben die Berner Grund zum Feiern. Weil nämlich Malans GC besiegte, steht Wiler schon zwei Runden vor Schluss vorzeitig als Qualifikationssieger fest – dies bereits zum achten Mal in Serie.

Es ist für Wiler-Ersigen wieder einmal kein einfaches Spiel. Erstens: Gleich sieben Stammspieler fehlen verletzt. Aber das Team ist schon während der ganzen Saison ein ständiges Lazarett. Dank der unglaublichen Breite des Kaders kann der Serienmeister die Abwesenden immer wieder vergessen machen. Und zweitens: Wer die Qualifikation so dominiert, der kann nicht immer topmotiviert sein. Besonders, wenn es wie gegen St. Gallen gegen den Tabellen-Neunten geht. Und auch Trainer Thomas Berger steht nicht an der Bande; er ist mit der U19-Nationalmannschaft unterwegs. Seine Inputs hätte Wiler an diesem Abend bitter nötig gehabt.

Immerhin ist die Partie spannend bis zum Schluss. Die St. Galler kämpfen wie Löwen, sie sind noch mitten im Kampf um einen Playoff-Platz verwickelt. Die Gäste gehen als erstes Team in Führung. Aber nach 15 Minuten schiesst der einmal mehr überragende Captain Matthias Hofbauer (vier Skorerpunkte) sein Team erstmals in Front. Doch St. Gallen bleibt dran, fightet sich zurück. Mit zwei schnellen Toren zu Beginn des zweiten Abschnitts gehen die Gäste wieder in Führung. Es ist ein munteres Hin und Her. Wiler gleicht wieder aus und geht bis zur 51. Minute sogar mit 6:4 in Front. Aber eben, St. Gallen gibt nicht auf, legt nochmals nach und muss erst 13 Sekunden vor dem Ende das entscheidende 5:7 ins leere Tor hinnehmen. «Drei Punkte, Qualifikationssieg. Das ist die Hauptsache», sagte Wilers verletzter Verteidiger Michael Flury. Mehr hatte er dazu nicht zu sagen.

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