Testspiel

Offensives Freudenfest, defensive Schwierigkeiten: Der EHC Olten schlägt DEL2-Vertreter Kaufbeuren 5:3

Der EHC Olten gewinnt den Test gegen DEL2-Vertreter Kaufbeuren 5:3. Erstmals traten die neuen EHCO-Ausländer in der gleichen Sturmlinie auf – und überzeugten mit Tempoeishockey.

Dieses dritte Testspiel der bevorstehenden Saison darf der EHC Olten als eine Art ansprechende Simulation eines Meisterschaftsspiels gegen eines der Schweizer Farmteams abhaken.

Mehr war das an diesem Augustabend im Kleinholz vor 728 Zuschauern aber auch nicht: Gegner Kaufbeuren, mittlerweile etabliert in der DEL2 und in der vergangenen Saison als Qualifikations-Vierter im Playoff-Halbfinal gescheitert, gab als Vertreter der zweithöchsten deutschen Liga eine Visitenkarte mit Kratzern ab.

Sowohl stock- wie auch schlittschuhtechnisch waren sie bei weitem nicht auf dem Niveau der Oltner. Die Konsequenz: Das Team von Headcoach Chris Bartolone fand in der Offensive ungemein viel Raum vor und hatte oftmals für die Abschlüsse alle Zeit der Welt.

Das kam vor allem Bryce Gervais und Cason Hohmann zugute. Die klein gewachsenen, wirbligen EHCO-Ausländer traten erstmals gemeinsam in derselben Sturmlinie auf und wussten mit flinkem Tempoeishockey zu gefallen. «Es hat Spass gemacht. Wir befinden uns derzeit noch in der Findungsphase. Natürlich stimmt noch nicht alles, aber damit wir die Chemie im Team finden, braucht es solche Testspiele. Ich freue mich auf den Saisonstart», sagte Gervais zufrieden.

Dass noch nicht alles überzeugend wirkte, war im Schlussdrittel nicht zu übersehen. Zuvor hatte der EHCO den Gegner 40 Minuten lang überrannt. Während Olten – wie bereits beim 6:5-Testsieg in Basel – danach stark abgebaut hatte, bäumte sich Kaufbeuren auf.

Es mag angesichts des Spielverlaufs denn auch erstaunen, dass die Gäste aus Bayern, die über das Spiel hinweg offensiv doch äusserst harmlos agierten, doch noch zu drei Toren kamen.

Aber umso mehr sorgte der EHC Olten offensiv für ein Freudenfest. Nicht nur das Ausländerduo mit den Rückennummern 7 (Hohmann) und 17 (Gervais) überzeugte. Auch Jewgeni Schirjajew, Marco Truttmann oder Ueli Huber holten sich abermals Szenenapplaus aus.

Insbesondere letzterer kämpfte mannschaftsdienlich, bestach mit feiner Technik und schloss seinen Arbeitstag schliesslich als Doppeltorschütze ab. Danach wurde er zurecht von den EHCO-Fans gefeiert.

Aber auch Marco Truttmann gelang ein exzellentes Tor, als er erst seinen Gegenspieler mit einer Täuschung tunnelte, um danach dem Torhüter mit einem halbhohen Schuss via Pfosten keine Chance zu lassen.

Personell fehlten beim EHCO wiederum nebst Schneuwly auch Zanatta, Rouiller und Horansky. Als überzählig wurden Roland Gerber sowie Silvan Wyss gemeldet. Statt auf dem Eis, schufteten die beiden vor Spielbeginn im Kraftraum.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1