Leichathletik
Oberaargaus Männer steigen in die NLB ab – dort wartet das starke Solothurn

Am Final der Schweizer Vereinsmeisterschaft schaffen die Frauen des Leichtathletik-Zentrums Oberaargau (LZO) den Verbleib in der NLA. Die Männer müssen in die zweithöchste Klasse. Dort liess Solothurn mit einem dritten Rang aufhorchen.

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Solothurns Hürdenläufer Roman Beer ist zweitschnellster in der Saisonbestenliste.

Solothurns Hürdenläufer Roman Beer ist zweitschnellster in der Saisonbestenliste.

Solothurner Zeitung

Die Oberaargauerinnen (mit Athletinnen aus dem TV Herzogenbuchsee, der LV Langenthal und dem STV Welschenrohr angetreten) haben sich in einem guten Wettkampf ohne Versager den Verbleib unter den stärksten acht Teams der Schweiz gesichert.

Dabei waren es einmal mehr vor allem die routinierten Athletinnen, die mit den von ihnen zu erwartenden Resultaten die besten Einzelklassierungen gliefert haben, so zum Beispiel Rebekka Niklaus, Regula Ryf, Regula Sterki, Martina Strähl, Sibylle Dürrenmatt und Marion Röthlisberger.

Vor allem aber Daniela Kyburz (100 m Hürden) und Alexandra Liechti (Dreisprung), die die beiden einzigen Disziplinensiege für das LZO herausholen konnten. Von den jüngeren Athletinnen überzeugt haben vor allem die Mittelstrecklerinnen des STV Welschenrohr sowie die erst 16-jährige Buchserin Melanie Richard, die gleich zweimal für das Team gepunktet hat.

LZO-Männer wieder in der NLB
Den befürchteten Abstieg in die zweithöchste nationale Stärkeklasse müssen die Männer des LZ Oberaargau antreten. Zwei gewichtige Abgänge von Spitzenleuten zu Grossclubs und weitere zum Teil verletzungsbedingte Ausfälle haben das Team zu stark geschwächt, sodass das LZO im nächsten Jahr nach zweijähriger Zugehörigkeit zur Höchstklasse wieder in der Nationalliga B antreten wird.

Immerhin hat Michael Geissbühler gegen übermächtige Konkurrenz über 800 m einen Disziplinensieg gelandet.

Solothurn holt Bronze

In der Nationalliga B war sowohl ein Frauen- wie auch ein Männerteam der Leichtathletikgemeinschaft Solothurn West am Start. Während sich die Männer nach dem Aufstieg im Vorjahr im Mittelfeld der acht Mannschaften etablieren wollten, stand für das junge Frauenteam der Ligaerhalt im Vordergrund.

Zum Wettkampfauftakt setzte die Männerstaffel über 4 x 100m ein erstes Ausrufezeichen und gewann in 42,14 Sekunden. Die erfahrenen Teamstützen übernahmen auch im weiteren Wettkampfverlauf Verantwortung. Im Diskuswerfen erzielten der Oltner Stefan Grob mit 45,52 m und der Lostorfer Yves Lienhard mit 42,14 m gar einen Solothurner Doppelsieg. Grob sammelte mit Rang 3 und einer Weite von 13,60 m im Kugelstossen weitere wertvolle Punkte. In der dritten Wurfdisziplin, dem Speerwerfen überzeugten die Solothurner ebenfalls. Der Biberister Lukas von Stokar warf den Speer auf 64,69 m und holte Diziplinenrang 2.

Ein Glanzresultat erzielte der Biberister Daniel Beer mit seinem Disziplinensieg über 110 m Hürden. Mit den erzielten 14,71 Sekunden ist er aktuell der zweitschnellste Schweizer in dieser Saison. Wichtig für ein gutes SVM-Ergebnis sind aber auch die jungen Athleten, gilt es doch in 15 Disziplinen je zwei Zählresultate zu erzielen. Der 18-jährige Bettlacher Yves Maritz lief neue persönliche Bestzeit über 400 m und wurde in 50,92 Sekunden Vierter. So resultierte schliesslich dank der starken Mannschaftsleistung der ausgezeichnete dritte Rang in der Nationalliga B.

Frauen bleiben in der NLB

Das Frauenteam kam zu zwei Disziplinensiegen. Die Oltnerin Durka Frey lief über das ganze 3000 m an der Spitze mit und konnte eine Runde vor Schluss das Tempo entscheidend verschärfen. Sie gewann in sehr guten 9:54,77 Minuten.

Über 400 m lief die Lostorferin Céline Huber mutig an, verteidigte den knappen Vorsprung auf der Zielgeraden souverän und gewann in 59,67 Sekunden. Über 100 m Hürden pulverisierte sie ihr Bestleisung um fast eine Sekunde und wurde in 14,81 Sekunden Fünfte.

Gar noch minim schneller war Alexandra Beer aus Biberist in 14,80 Sekunden. Die erst 18-jährige Bettlacherin Laura Frey behauptete sich im Feld der Speerwerferinnen und wurde mit 39,41 m Zweite. Ebenfalls Rang zwei erzielte Manuela Moor aus Lostorf im Diskuswerfen mit 36,45 m. Schliesslich sicherten sich die Solothurnerinnen den angestrebten Ligaerhalt souverän mit Rang 6.