«Schon als kleines Kind hielt ich mich sehr gerne im Wasser auf, dazu kam der Einfluss meiner Schwester, die ebenfalls im Schwimmverein war», so beschreibt Nuria Sacchetti die Gründe, welche sie mit 8 Jahren zum Schwimmen brachten. Die 3 Jahre ältere Schwester Citlalli hat mittlerweile aufgehört, doch daran denkt Nuria zurzeit ganz und gar nicht. Im Juli dieses Jahres sicherte sich die für den Verein Swim Regio Solothurn startende Bettlacherin die Silbermedaille über 100 m Rücken an den Schweizer Meisterschaften des Nachwuchses, ihr bis anhin grösster Erfolg. Dazu kamen die Finalqualifikationen über 100 m Delphin (4.) und 200 m Lagen (5.).

Neuer Trainer seit letzter Woche

Ein Wettkampftyp ist die 12-Jährige zweifellos: «Sich direkt mit den anderen messen zu können, das fasziniert mich besonders am Schwimmen.» Folglich sind auch die fünf Trainingseinheiten pro Woche (4x Wasser, 1x Land) viel mehr Vergnügen als Pflicht. Während den ersten Jahren trainierte Sacchetti im SV Blue Star Grenchen, bevor sie vor rund einem Jahr zur neu gegründeten Startgemeinschaft für regionale Elite-Schwimmer, Swim Regio Solothurn, wechselte. Letzte Woche erhielt Sacchetti mit Peter Lemesch einen neuen Coach, von dem sie einen guten ersten Eindruck erhielt. Zuvor arbeitete sie während mehreren Jahren erfolgreich mit Beni Schlup zusammen.

Übertritt an Sportgymnasium geplant

Neben der vielen zeit, welche die 12-Jährige ins Schwimmen investiert, bleibt kaum Platz für andere Hobbys. Dennoch spielt Nuria Sacchetti Gitarre. «Das ist für mich ein guter Ausgleich», sagt sie. Zurzeit besucht die Solothurnerin die 6. Primarklasse. Im nächsten Sommer steht der Übertritt an. «Falls möglich, möchte ich in die Sportklasse der Kantonsschule.» Die Noten dazu habe sie, und auch die notwendige Swiss-Olympic-Talent-Card sollte sie in diesem Jahr erneut erhalten. Auch die Eltern sind als Taxi, moralische oder finanzielle Unterstützung von hoher Bedeutung, bestätigt das junge Schwimmtalent.

Olympia ist ein grosser Traum

Die nächsten Ziele der Athletin sind Medaillen an der Nachwuchs-SM 2014, sowie früher oder später die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften der Aktiven. «Olympia 2016 in Rio, das wäre ja durchaus denkbar», fügt die Mutter schmunzelnd hinzu und verweist auf Missy Franklin, das grosse Vorbild ihrer Tochter. Sacchetti wird dann zwar erst fünfzehn Jahre alt sein. Vier Jahre später wäre eine Teilnahme an Olympia wahrscheinlicher, doch auch bis dahin ist es noch ein weiter Weg.