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Nur Gilles Ngovan konnte mit Gilles Ngovan mithalten

Der Grand Prix vom Donnerstag stellte den sportlichen Höhepunkt der Dressurtage im Deitinger Pferdesport-Zenter Russmatt dar. Dem Grasswiler Gilles Ngovan gelang dabei ein doppelter Sieg. Die Gastgeberin Christiane Schröder wurde Vierte.

Hans Peter Schläfli
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GP Deitingen
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Gilles Ngovan gewann in Deitingen den Grand Prix auf Solid Brown.
Gilles Ngovan gewann in Deitingen den Grand Prix auf Solid Brown.
Gastgeberin Christiane Schröder schloss den Grand Prix auf dem vierten Platz ab.

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Hans Peter Schläfli

Nur einer konnte gestern mit Gilles Ngovan mithalten: Gilles Ngovan selber. Als erster Reiter legte er auf Dream of Night mit 69.29 Prozent eine starke Wertung vor, die nur noch er selber mit Solid Brown und 69.36 übertreffen konnte. Mit keinem Rückstand folgte die Langenthalerin Renate Aebersold auf Rouletto als Dritte und Christiane Schröder belegte mit Luzius de Lus den vierten Rang.

Als Gastgeberin hatte Christiane Schröder nur lobende Worte für den Sieger übrig: «Die Lektionssicherheit und das exakte Reiten haben Gilles Ngovan heute ausgezeichnet», sagte sie bei der Siegerehrung über ihren Kollegen, der auch im von ihr geleiteten Pferdesport-Zenter Russmatt als Reitlehrer tätig ist.

Und neidisch musste sie auch nicht sein, denn sie hatte sich an den vorangehenden Turniertagen bereits drei Siege sichern können. «Ich hatte einen total guten Lauf und sehr viel Spass.»

Die Deitinger Phalanx konnte also nur die Langenthalerin Renate Aebersold als Dritte durchbrechen. Aber selbst wenn die Reiter aus der Region den Deitinger Grand Prix dominieren konnten, so war es trotzdem Dressursport auf internationalem Niveau.

Mit Markus Graf, den Schwestern Simona und Carla Aeberhard sowie Stefanie Scheitlin waren weitere starke Kaderreiter in Deitingen angemeldet. Aber der 14-jährige Wallach Wellington zeigte der Mitfavoritin aus Oberwil, dass Dressur kein Honigschlecken ist: Das Pferd erwischte einen schlechten Tag und wollte einfach nicht gehorchen.

«Dass eine negative Spannung aufkommt und das Pferd die Arbeit verweigert, kann auch einer guten Reiterin wie Stefanie Scheitlin passieren», erklärte Schröder.

Nach den schönen vier- bis fünfährigen Jungpferden vom Dienstag war der Grand Prix der Höhepunkt der Deitinger Dressurtage, aber noch nicht Schluss: Heute Freitag geht es weiter mit zwei L-Dressuren, am Samstag folgt eine M-Dressur und am Sonntag gibt es zum Abschluss die G-Dressur für Einsteiger.