1. Liga

Nur ein Punkt zum Saisonauftakt: Der FC Solothurn enttäuscht mit einem Unentschieden

Solothurn-Spieler Jano Loosli (l., hier während der Cup-Qualifikation gegen zug) und seine Teamkollegen mussten sich zum Auftakt der Saison in der 1. Liga mit einem Unentschieden begnügen.

Solothurn-Spieler Jano Loosli (l., hier während der Cup-Qualifikation gegen zug) und seine Teamkollegen mussten sich zum Auftakt der Saison in der 1. Liga mit einem Unentschieden begnügen.

Zum Auftakt der neuen Saison in der 1. Liga muss sich der FC Solothurn auswärts gegen Goldau mit einem mageren 3:3 begnügen. Trainer Jürg Widmer war verärgert und erwartet von seinen Schützlingen in einer Woche gegen Langenthal eine Reaktion.

Das Sommerwetter war herrlich, der Saisonauftakt des FC Solothurn in Goldau mit dem 3:3 jedoch eine riesengrosse Enttäuschung und Ernüchterung. Kurzum: zwei verlorene Punkte.

Die ersten Spielminuten gestalteten die Gäste noch überzeugend. Zuerst brachte Chatton auf Steilvorlage Veronicas den Ball nicht an Torhüter Eichhorn vorbei (2.), dann machte es der Captain besser (5.). Einen Angriff über die linke Seite, mit Hunziker als Passgeber, vollendete der 29-Jährige flach zur Führung.

Statt darauf aufzubauen, liessen die Solothurner in der Folge aber eine Nonchalance zu, die den technisch limitierten, jedoch kämpferisch, mit einfachen Spielzügen agierenden Platzherren in die Karten spielte. Ein verdeckter Schuss Gislers auf Wagner war ein erstes Indiz (13.). Zwei Minuten später folgte der Ausgleich. Zeno Huser beendete ein Durchspiel mit Gisler zum 1:1. «Nach sechs Minuten haben wir aufgehört zu spielen, es kam das Gefühl auf, es gehe mit links», stellte FCS-Trainer Jürg Widmer konsterniert fest.

Optische Überlegenheit versandete zu oft im Leeren

Die Solothurner liessen es an allem mangeln. Unglaubliche Fehler führten zu unerklärlichen Ballverlusten. Es fehlte die Ordnung. Die optische Überlegenheit der Rotweissen versandete zu oft im Leeren. Trotzdem kamen sie zu erfolgsversprechenden Abschlüssen. So verzog Chatton von halbrechts nach links auf Zuspiel Veronicas (18.), sah Mathys seinen 30 Meter-Freistoss von Eichhorn aus dem linken Lattenkreuz in den Corner geboxt (27.) und verpasste Sebastian Gerspacher im Nachgang beim rechten Torpfosten keinen Meter vor der Torlinie die erneute Führung (27.). «Wir hatten so viele Chancen, um zwei Matches zu gewinnen», ärgerte sich Widmer.

Wie man es macht, demonstrierten die Schwyzer in der 42. Minute. Konrad Huser zirkelte von rechts den zweiten Eckball in den Raum vor der Strafraumgrenze. Nicholas Walker liess den Ball geschickt passieren. Zeno Huser kam aus dem Hinterhalt zu seinem Doppelpack. Kurz vor der Pause zog Chatton gleich. Sein Foulelfmeter war für Eichhorn unhaltbar. Vor Ablauf der regulären Spielzeit wurde der Solothurner Goalgetter von Paglia an der Grundlinie regelwidrig gestoppt.

Die Tierpärkler erhielten nach dem Seitenwechsel mehr Raum und konnten vorerst die besseren Angriffe platzieren. Wagner verhinderte in der 61. Minute mit einer Fussabwehr gegen Zeno Huser einen weiteren Treffer.

FCS-Trainer Widmer: «Das war ein Schuss vor den Bug»

Die Szenerie wechselte. Die Zeit für ein erfolgreiches Erstliga-Debüt für den 18-jährigen Stürmer Bruni war gekommen. Ein erstes Mal nahm er Mass auf einen Freistoss Hunzikers, wobei sein Kopfball Eichhorns Beute wurde (62.). In der 66. Minute krönte er seine Premiere dank seiner Schnelligkeit und Entschlossenheit. Wieder auf Hunziker, spielte er sich vehement durch zum 2:3. In der Luft lag das vierte Gästetor in der 68. Minute. Ein Freistoss von Mast von rechts führte zu einem Kopfball von Mathys. Eichhorn hexte diesen mit der Hand aus dem linken Lattenkreuz.

«Wir kamen nicht auf Touren und konnten nicht die notwendige Spannung einbringen», warf der FCS- Trainer ein. Hingegen gewann Tobias Walker einen Zweikampf gegen Stuber. Der Goldauer zog solo Richtung Wagner: 3:3-Endstand (78.).

Das Glück zur Seite stand den Ambassadoren in der ersten Nachspielminute: Spielleiterin Michèle Schmölzer ahndete eine grenzwertige Intervention von Sebastian Gerspacher an Tobias Walker nicht mit einem Strafstoss. «Es war ein Schuss vor den Bug. So kann man nicht auftreten, die Spieler wissen das und werden die Antwort am nächsten Samstag gegen Langenthal geben», sagte Widmer.

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