Schweizer Cup

Nun gegen Trainer Widmers Ex-Klub Schöftland: Solothurn lässt im Schweizer Cup beim Zweitligisten Laufen nichts anbrennen

Trainer Jürg Widmer trifft im Schweizer Cup mit Solothurn auf seinen Ex-Klub Schöftland

Trainer Jürg Widmer trifft im Schweizer Cup mit Solothurn auf seinen Ex-Klub Schöftland

Solothurn lässt in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups beim Zweitligisten Laufen nichts anbrennen und gewinnt 6:0.

Den Einzug in die zweite Hauptrunde im Schweizer Cup 2020/21 dank des klaren wie verdienten 6:0-Auswärtssieges beim regionalen Zweitligisten Laufen sieht der FC Solothurn mit einem weiteren machbaren, jedoch speziellen Gegner belohnt: den SC Schöftland, ein ehemaliger Club von Trainer Jürg Widmer. Der Aargauer betreute den SC Schöftland von 2015/16 bis 2017/18 in 56 Spielen in der Zweitliga inter. In der ersten Hauptrunde eliminierten sie das Gleichklassige Siders mit einem 6:1-Heimerfolg. Dieses Spiel findet auswärts am Wochenende von 12./13. September statt und winkt die Chance auf einen Profi-Klub in der dritten Hauptrunde.

Dass die Laufentaler nichts zu verlieren hatten, zeigten sie von Beginn weg. Auf ihrem Kunstrasen agierten sie keck, frech und unbekümmert. Die Oberklassigen taten sich vorerst schwer mit deren Spielweise. Bis zur 11. Minute tauchten die Baselbieter drei Mal im Solothurner Strafraum auf und in der 13. Minute hatte Gästehüter Bähler gegen Ganster ausserhalb des Strafraums mit dem Fuss zu klären. Die positive Antwort auf diese zwiespältige Startviertelstunde gab Captain Loic Chatton. Mit einer Einzelleistung nützte der Topskorer die freie Schussbahn, die ihm Hüter Iten mit seinem Ausflug an die Strafraumgrenze bot, zum 1:0 (15.). «Wir hatten schon Mühe, bis wir drin waren, denn Laufen hat alles versucht», analysierte Trainer Widmer den Beginn.

Die Einheimischen liessen sich von diesem Rückschlag nicht abbringen. Sie suchten weiter den direkten Abschluss. Ihr Einsatz und Kampfgeist bei gegnerischem Ballbesitz war eindrücklich und über die ganze Spielzeit absolut fair. Doch wieder mussten sie sich einer Solothurner Einzelleistung beugen. Arifi setzte zu einem Flachschuss an. Innenverteidiger Tschan konnte auf der Linie nur nach vorne und zurück in die Füsse des wirbligen Gäste-Verbindungsstürmers abwehren, der Nachschuss sass (26.). Punktuelle Ausrufezeichen auf Einzelinitiative genügten, um den Zweiklassen-Unterschied darzustellen.

Ehrentreffer schien nicht unmöglich zu sein

Laufen war weiterhin bemüht mitzuspielen und dem Favoriten keine Abwehrschlacht zu liefern. So prüfte Ganster Bähler mit einem Weitschuss. Solothurns Schlussmann konnte mit der Hand über die Latte zum zweiten Corner ablenken (51.). Ihre Effizienz bewiesen die Aarestädter in der Folgeminute. Zuerst gelang es Chatton nicht, das Mathys-Zuspiel ins leere Tor abzudrehen, dann spielten sich wieder Mathys und Veronica durch. Dessen von Iten abgewehrter Schuss wurde zum erfolgreichen Abpraller für Mast zum 0:3 (52.). Nur drei Minuten später war der Spielausgang definitiv geregelt. Veronica passte von rechts nach links zu Mathys, der ohne Gegenwehr durchlaufen konnte: 4:0. «Diese Spiele sind immer schwierig und trotz unserer schön herausgespielten Tore hätte ich mir mehr Souveränität gewünscht», gab sich Widmer nicht restlos zufrieden.

Trotz dieser nicht mehr nur tormässigen Überlegenheit der Besucher war ein Ehrentreffer der aufopfernd kämpften Platzherren nicht unmöglich. Auf den fünften Eckball dirigierte Doppler den Ball Richtung rechter Torpfosten, wo Tschan ein Absatztrick nur knapp misslang (77.). Ihre Offensivkraft demonstrierten die Besucher mit zwei weiteren herausgespielten Treffern innert fünf Minuten. Es war ein Doppelpack des auf die zweite Hälfte eingewechselten Hunzikers. Zuerst verwertete er mit einem satten Schuss ins Torzentrum ein Zuspiel Veronicas von rechts (79.), dann konnte er ungehindert in eine freie Zone halbrechts einlaufen, um ein quer abgegebenes Grundlinien-Rückspiel von links von Gräf zu übernehmen (84.).

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