2. Liga inter
Null Punkte in der Rückrunde: Wacker Grenchen steht unter Zugzwang

Die Grenchner treffen am Samstag (16.00 Uhr, Riedern) in der 2. Liga inter auf den souveränen Leader Xamax. Mit einem Exploit will man Kraft und Hoffnungen im Kampf um den Klassenerhalt schöpfen.

Hans Peter Schläfli
Drucken
Teilen
Immer nach vorne: Wacker-Trainer Pasqualino Gaudiero (links.) hofft auf den Klassenerhalt. Schläfli

Immer nach vorne: Wacker-Trainer Pasqualino Gaudiero (links.) hofft auf den Klassenerhalt. Schläfli

Vier Spiele, null Punkte und ein Torverhältnis von 2:13: Irgendwie hat man das Gefühl, die Frühlingsrunde hat für Wacker Grenchen noch gar nicht richtig begonnen. Aber jetzt braucht es dringend ein wackeres «Frühlingserwachen», in den fünf Spielen der nächsten 14 Tage müssen Punkte geholt werden, sonst ist der sofortige Wiederabstieg aus der 2. Liga inter unvermeidbar.

«Wir haben das Selbstvertrauen verloren», analysiert Mead Demiri die Gefühlslage bei Wacker. Der frühere Topskorer der Solothurner 2. Liga ist dabei selbstkritisch: «Das gilt auch für mich. Ich bekomme im Sturm nur wenig Bälle, und wenn ich dann einmal eine Chance habe, bin ich nicht mehr kaltblütig wie letztes Jahr. Ohne Selbstvertrauen und Kaltblütigkeit gelingen die Tore nicht.»

Auf die prekäre Situation angesprochen widerspricht Trainer Pasqualino Gaudiero vehement: «C’est une mission impossible», sagt der Romand, «die Situation ist nicht prekär, sie ist katastrophal. Bei jedem Regen sind sofort alle Rasenplätze gesperrt und wir konnten noch in keiner einzigen Woche nach dem normalen Programm trainieren.» Das habe direkte Auswirkungen auf die Leistungen der Mannschaft. «Wacker hat nicht dasselbe Potenzial wie unsere Gegner, unser Kader ist beschränkt und wir können keine teuren Ausnahmekönner verpflichten», weiss Gaudiero. Bei Wacker ist man sich bewusst, dass man mit diesem Nachteil leben muss.

Umso wichtiger sei es deshalb, dass sie aus dem, was sie haben, das Optimum herausholen können, wenn Grenchen mithalten will, ergänzt Gaudiero. «Aber wenn wir uns nicht einmal seriös mit intensiven Trainings auf dem Rasen vorbereiten können, dann haben wir doch gar keine Chance in der 2. Liga inter. Wenn dann noch vier gesperrte Spieler dazukommen, dann resultiert eben ein 0:6 wie am letzten Wochenende gegen Concordia.»

In dieser Situation wäre eine Überraschung im Heimspiel gegen Xamax von heute Samstag natürlich Balsam auf die verwundete Wacker-Seele. «Gegen den Leader sind wir krasser Aussenseiter», blickt Trainer Pasqualino Gaudiero voraus. «Es ist schön für die Mannschaft und für die Zuschauer, wenn ein Verein mit einem so klingenden Namen wie Xamax nach Grenchen kommt. Das ist ein Spiel zum Geniessen. Aber für mich beginnt die Frühlingsrunde erst am Mittwoch gegen Bassecourt. Wenn wir dieses Heimspiel gewinnen, dann ist sicher auch wieder der Glaube und das Feuer in der Mannschaft, und das braucht es im Kampf gegen den Abstieg.»

Aktuelle Nachrichten