Hornussen
Nouss landet im Ries – Zuchwil damit vorderhand aus dem Meisterrennen

Das Wasserämter NLA-Derby zwischen Zuchwil und Gerlafingen-Zielebach endete mit einem überraschenden Sieg der Gäste. Favorit Zuchwil mussten sich im Anhornussen Nummer schreiben lassen. Dies, als man im Ries einen 15-er zu spät sah.

Armin Leuenberger
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Roland Bernhard von der HG Gerlafingen-Zielebach war der beste Schläger.

Roland Bernhard von der HG Gerlafingen-Zielebach war der beste Schläger.

Hans Ulrich Mülchi

Durch dieses Missgeschick fallen die Zuchwiler nach der fünften Runde aus dem Kreis der noch ohne Nummerverlust dastehenden Spitzengruppe und auf den neunten Rang zurück.

Bei zwar guten Sichtverhältnissen, aber einem recht störenden Gegenwind fanden die Platzherren zum Anschlagen recht schwierige Verhältnisse vor. Streiche über den 20er hinaus hatten daher eher Seltenheitswert. Mit je zwei sauberen Streichen und je 43 Punkten übernahmen der Zuchwiler Benjamin Lehmann und Roland Bernhard von Gerlafingen-Zielebach nach dem ersten Durchgang die Spitze in der Einzelwertung. Als Team ging Zuchwil nach dem ersten Ries in Front. Und zwar mit einem Vorsprung von bereits 50 Punkten auf die Besucher. Diesen Vorsprung bauten sie im zweiten Umgang noch weiter aus und totalisierten am Schluss 1303 Schlagpunkte gegenüber 1224 von Gerlafingen-Zielebach.

Die Zuchwiler, bei denen auf diese Saison hin der starke Schläger Benjamin Lehmann nach einer Auszeit in der letztjährigen Saison ins Team zurückkehrte, hatten sich mit den Spielern Benjamin Hänni (Messen), Christian Wagner (Wangenried) und Michael Ammann (Bern-Beundenfeld) deutlich verstärkt. Sie wurden daher vor der Saison auch unter die möglichen Anwärter auf einen Meistertitel genannt. Diesen hatte man seit der Einführung der Ligameisterschaft bereits in den Jahren 1992, 1995 und 2001 dreimal erobert. Durch die eingefangene Nummer ist dieses Vorhaben im Jahr 101 nach Gründung des Vereins vorübergehend in weite Ferne gerückt. Zuchwils Spielführer Urs Bichsel, er hat dieses Amt von Jürg Eggimann auf diese Saison hin übernommen, war insbesondere mit der Schlagleistung seiner Mannschaft zufrieden. «Das Team hat mehr Konstanz gewonnen und trotz der schwierigen Bedingungen zu Beginn des Wettkampfes eine tolle Schlagleistung gebracht.»

Gerlafingen-Zielebach, das eine starke Leistung bot, rangiert nach einem Drittel der Meisterschaft auf dem zehnten Zwischenrang, unmittelbar hinter Zuchwil. Im zweiten Umgang vermochte Roland Bernhard (85 Punkte), Benjamin Lehmann (83) noch auf dem zweiten Platz in der Einzelwertung zu verweisen.