Synchronschwimmen
Noëlle Rufer: «Vom Wasser kriege ich nie genug»

Noëlle Rufer vom SC Solothurn gewann dieses Jahr an der Schweizer Jugendmeisterschaft Gold. Nun ist sie auf bestem Weg, den Sprung vom Jugend- ins Juniorenkader zu schaffen.

Monique Iseli
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Noëlle Rufer gehört zu den Besten ihres Fachs.

Noëlle Rufer gehört zu den Besten ihres Fachs.

Monique Iseli

Noch gut erinnert sich Noëlle Rufer an den Moment, an dem sie zuoberst auf dem Podest stand. An der Schweizer Jugendmeisterschaft gewann die 14-Jährige in ihrer Kategorie Gold in der Pflicht. «Als die Zweitplatzierte aufgerufen wurde, wusste ich, dass es dieses Mal gereicht hat», erzählt Rufer.

Ist die Goldmedaille an der Schweizer Meisterschaft ihr grösster Erfolg? «Schwer zu sagen», schliesslich hat die Burgdorferin vergangenen Sommer nach einem dreiwöchigen Trainingslager in Rom am Comen Cup, einem der wichtigsten internationalen Jugendwettkämpfe, in Milano teilgenommen.

«Das sind andere Dimensionen. Es war eine grossartige Erfahrung und ich konnte viel mitnehmen», blickt Rufer zurück. Was auch immer der grösste Erfolg in der jungen Karriere sein mag, das Potenzial der 14-Jährigen lässt noch viel versprechen.

Schweizer-Meister-Titel und weitere Erfolge

In einem Monat findet erneut der Comen Cup statt, diesmal in Spanien. Rufer hat gute Chancen, sich auch dieses Jahr wieder auf internationaler Ebene zu präsentieren. Den Grundstein hat die Burgdorferin mit dem Schweizer-Meister-Titel sowie mit dem zweiten und dritten Rang am Swiss Youth Cup im April gelegt.

Nun hofft sie heute an der Schweizer Jugendmeisterschaft (Pflicht und Kür) erneut auf einen Podestplatz, um sich ihre Teilnahme in der Solo- und Duettdisziplin am Comen Cup zu sichern. Mit dem Jugendkader wird Rufer definitiv dabei sein.

Nebst der Qualifikation für den Comen Cup hat sie noch ein weiteres grosses – aber greifbares – Ziel vor Augen. Im kommenden Herbst will die 14-Jährige das Training mit dem Juniorenkader beginnen und zusammen mit diesem an internationalen Wettkämpfen wie Europa- und Weltmeisterschaften schwimmen.

Dafür muss sie sich noch in separaten Selektionen bewähren, doch ihr Sieg an den Schweizer Meisterschaften bietet eine gute Ausgangslage. «Wenn ich meine Leistung weiterhin hochhalten kann, werde ich es in Juniorenkader schaffen», gibt sich Rufer optimistisch.

Wie die Mutter, so die Tochter

Die Schülerin, die ab Sommer das Sportgymnasium in Bern besuchen wird, kann aber auch in die Badi gehen, ohne gleich ans Trainieren zu denken. «Vom Wasser kriege ich nie genug, ich könnte stundenlang baden», erzählt sie. Talent und die Begeisterung am Synchronschwimmen wurden ihr zweifellos in die Wiege gelegt.

Mutter Claudia Rufer hat den Sport ebenfalls jahrelang betrieben und damals in Burgdorf den Nachwuchs trainiert. Vor fünf Jahren wurde die Sparte Synchronschwimmen in Burgdorf aufgelöst und Rufer wechselte nach Solothurn. «Es gefällt mir sehr in Solothurn und ich lerne viel», verdeutlicht sie. Wer weiss, vielleicht wird eines Tages sogar ihr grösster Traum mit der Teilnahme an den Olympischen Spielen wahr.