Wenn im Frühling wieder die weissen Gestalten um das Solothurner Sportzentrum CIS herumgeistern und auf das rund geschwungene Dach klettern, so handelt es sich nicht um das kleine Gespenst Casper, sondern es findet wieder einmal der Aare-Cup des Fechtklubs Solothurn statt.

Am Samstagnachmittag kreuzte der Fecht-Nachwuchs von 13 Klubs aus der ganzen Schweiz im CIS die Klingen. Der Aare-Cup ist so beliebt wie noch nie, dabei sähe es Martin Stocker, seines Zeichens Président du Jury – Französisch ist die offizielle Sprache der Fechter – eigentlich lieber, wenn das Turnier nicht mehr weiter wachsen würde. Mit mit 86 Fechterinnen und Fechtern gab es wieder einen Teilnehmerrekord (bisher 75 Teilnehmer/innen 2013). «Wir haben die Turniere irgendwie trotzdem zeitlich untergebracht, aber nun sind wir definitiv an unsere Grenzen gestossen», zog Stocker am Ende eine erste Turnier-Bilanz. «Wir möchten nämlich, dass auch in Zukunft alle Teilnehmer mindestens sieben Gefechte austragen dürfen.»

Plattform für junge Fechter

Der Erfolg des Aare-Cups ist gerade mit der Tatsache zu erklären, dass hier auch die Anfänger mit wenig Turniererfahrung willkommen sind. Der FKS verlangt keine Verbandslizenz und so sind hier auch keine Punkte für die Wertung des «Circuit nationale de Jeunesse» zu verdienen. Für die sehr ehrgeizigen jungen Fechter ist der Aare-Cup deshalb nicht so interessant, dafür bekommen die unerfahrenen Fechter und Fechterinnen Gelegenheit, sich zu entfalten und wertvolle Wettkampferfahrung zu sammeln.

Kein Sieg für Lokalmatadoren

Das wirkt sich letztlich auch positiv auf den Fechtklub Solothurn aus, der mittlerweile immerhin rund 20 Juniorinnen und Junioren betreut. Der FKS sieht sich dem Breitensport verpflichtet. «Unsere Talente wie Leandra Schibler und Noa Aegerter fechten mittlerweile für den Fechtklub Bern, wo sie intensiver gefördert werden können», erklärt Martin Stocker.

Am Aare-Cup nahmen diesmal insgesamt 18 Mitglieder des FKS teil, von denen aber viele in entscheidenden Momenten etwas unglücklich verloren, weshalb es diesmal keinen einheimischen Turniersieg gab. So wurde Marie-Jo Brancato Zweite bei den Benjamins Mädchen, Alina Altermatt wurde Vierte. Bei den Cadets Herren schloss Florian Fürst den Wettkampf als Dritter ab und Tim Stocker wurde Vierter bei den Minimes Knaben.