Zuchwil Regio schloss die Qualifikation in der Gruppe 2 der 1. Liga auf dem dritten Platz ab. Hinter dem souveränen Qualisieger SC Lyss und Argovia Stars. Ein Punkt fehlte Zuchwil am Ende im Vergleich mit den Aargauern.

Dadurch verpassten die Zuchwiler den direkten Einzug in die Halbfinals und müssen einen Umweg über Burgdorf nehmen. Dies sei einerseits ärgerlich, sagt Präsident Walter Ulrich. «Auf der anderen Seite bleiben wir im Rhythmus, was für den möglichen weiteren Verlauf der Saison ein Vorteil sein könnte.»

Den zweiten Tabellenrang vergaben die Zuchwiler nicht im Direktduell gegen die Argovia Stars. Die Solothurner gewannen drei der fünf Aufeinandertreffen. Ausschlaggebend waren viel mehr die drei Niederlagen gegen den fünftplatzierten SC Unterseen-Interlaken.

«Das sind neun Punkte, die wir gegen einen schlagbaren Gegner unnötig abgegeben haben», führt Präsident Ulrich aus. «Es sollte wohl einfach nicht sein. Wir dominierten alle Spiel, schossen aber unsere Tore nicht.»

Noch ein bisschen mehr wurmt Walter Ulrich aber die Tatsache, dass der SC Lyss die Qualifikation nach Belieben dominiert hat. «Zuchu» zog gegen den Spitzenreiter viermal den Kürzeren, konnte nur ein Duell für sich entscheiden. «Unsere Mannschaft ist vom Spielerpotenzial her nicht weit weg von der des SC Lyss», wägt Ulrich ab.

«Bei ihnen hat das Feuer in der Qualifikation aber noch etwas mehr gebrannt.» Der Grund dafür sei, dass bei den Seeländern diverse Ex-Zuchwiler im Team stehen. «Sie waren jeweils doppelt motiviert gegen uns», sagt Ulrich und fügt an: «Diese Niederlagen haben schon ein wenig wehgetan.»

Der Präsident hofft, dass es im Playoff-Final zu einem Wiedersehen mit dem SC Lyss kommt. «Das ist ein riesengrosser Wunsch von mir, aber doch auch ein realistischer», glaubt Ulrich an einen Steigerungslauf seines Teams in der wichtigen Phase der Meisterschaft.

Damit die Revanche-Gelüste gestillt werden können, muss aber zuerst die Hürde EHC Burgdorf genommen werden. Obwohl die Zuchwiler in der Quali alle fünf Duelle für sich entscheiden konnten, warnt Walter Ulrich: «Wir müssen aufpassen. Burgdorf hat nun nichts mehr zu verlieren und wird alles in die Waagschale werfen. Es ist nur eine Best-of-3-Serie. Wenn wir das erste Spiel heute Abend zu Hause verlieren, liegen die Nerven bereits blank.»