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Noch immer mit Luft nach oben: Der EHC Olten bezwingt die Ticino Rockets mit einer soliden Leistung 6:2

Der EHC Olten erfüllt die Pflicht beim Schlusslicht Ticino Rockets solide und gewinnt 6:2. Die Oltner Tore schossen Ihnacak (2x), Vodoz, Heughebaert, Wyss, Aeschlimann.

Als sich der EHC Olten am Sonntagabend vor einer Woche auf die Heimfahrt machte, hatte man eine unerwartet derbe 2:7-Schlappe gegen die GCK Lions zu verdauen. Exakt eine Woche danach sollten nach einem weiteren Auswärtsspiel gegen einen abermals krassen Aussenseiter auf der Heimfahrt keine langen Gesichter im Car mehr zu sehen sein. Der EHCO erfüllte gegen das Schlusslicht Ticino Rockets die Pflicht und rehabilitierte sich mit einem 6:2-Sieg ein Stück weit vom Fehlstart in das neue Jahr mit drei Niederlagen in Serie.

Der EHCO war gegen die Ticino Rockets klar spielbestimmend, zog aber dennoch wie bereits gegen Winterthur (5:2) immer wieder Momente ein, in welchen man sich dem Spieltempo des bescheidenen Gegners anpasste, sich vor allem im Passspiel überaus viel Zeit liess und ganz allgemein das Spielniveau der jungen Raketen adaptierte.

Und dennoch stand ein Sieg für die Oltner nie ausser Frage. Das zeigte bereits der Start der Oltner mit der Tatsache, dass EHCO-Torhüter Simon Rytz erst nach geschlagenen acht Minuten und acht Sekunden einen ersten Schuss auf das Gehäuse blockieren musste. Etwas Erzwingendes wollte den Oltnern selber in der Startphase ausser eines Lattenschusses des omnipräsenten Simon Barbero aber auch nicht wirklich gelingen.

Es brauchte schliesslich einen Weckruf auf der Spielerbank von Captain Cédric Schneuwly, welcher aufgrund der tristen Ambiance vor äusserst gut gezählten 818 Zuschauern in der Resega in Lugano nicht zu überhören war und ins weite Rund hallte. «Wir begannen nach einem guten Start wieder fehlerhaft zu werden und hatten drei, vier Minuten nachgelassen. Ich wollte den Jungs damit klar machen, dass wir wieder etwas mehr machen müssen», erklärte Cédric Schneuwly seine Tat im Nachhinein. Und es nützte: Brian Ihnacak reagierte nach einem Weitschuss von Jay McClement, der das Tor zunächst verfehlte, am schnellsten und düpierte Rockets-Torhüter Stefan Müller via Rücken von hinter der Grundlinie ins Tor (14.).

Erstes EHCO-Tor für Vodoz

Es waren jedoch lediglich 47 Sekunden im Mittelabschnitt gespielt, als Jason Fritsche, wie aus dem Nichts, plötzlich zum 1:1-Ausgleich kam. Wiederum wussten aber die Oltner auf diesen eher unerwarteten Rückschlag zu reagieren: Der äusserst pucksichere Brian Ihnacak, der sich immer besser ins Oltner Gefüge spielt, brachte mit seinem zweiten Treffer Ruhe ins Oltner Spiel (26.).

Fortan unterliefen dem EHCO immer weniger Fehler, sodass man sich gleich mehrmals bei numerischer Ausgeglichenheit in der Offensivzone minutenlang festsetzen konnte. Die Dreitannenstädter zeigten sich plötzlich wieder von der effizienten Seite: Nach einem Schuss von Silvan Wyss an den Pfosten staubte Joachim Vodoz ab, der damit sein erstes Tor für den EHC Olten schoss. In der Folge überraschten die Oltner in Unterzahl nach einem Befreiungsschlag von Joel Fröhlicher plötzlich zur Vorlage für Stéphane Heughebaert, der allen davon eilte. Im Stile eines abgeklärten Torschützen erwischte er Rockets-Torhüter Müller frech zwischen den Beinen. Und nach einem Missverständnis in der Rockets-Abwehr liess sich der aufopfernde und kämpferisch aktive Silvan Wyss nicht zweimal bitten und erhöhte auf 5:1, worauf Cyrill Aeschlimann auf einen herrlich abgelenkten Zanatta-Schuss den Schlusspunkt setzte.

«Diese beiden Siege gegen Winterthur und Ticino Rockets waren sehr wichtig für die Moral der Mannschaft. Wir hatten uns den Start ins neue Jahr ganz anders vorgestellt, nun aber darauf reagieren können. Wir müssen härter arbeiten als alle anderen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir haben noch immer Luft nach oben, vor allem defensiv hatten wir nicht unsere beste Leistung gezeigt. Aber wir sind auf einem guten Weg», bilanzierte Wyss und Schneuwly ergänzte: «Wir haben nun ein kleines Statement gesetzt, das ist uns gelungen. Ich bin überzeugt, dass etwa der Ausrutscher gegen die GCK Lions eine einmalige Sache bleibt.» 

Hier das Spiel zum Nachlesen im Liveticker:

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