Der letzte Streich im letzten Meisterschaftsmatch gegen Mättenwil-Zofingen war schon fast symbolisch für die ganze Saison der Zuchwiler Hornusser: Nach einem 20er und zwei 21ern kam Michael Stoll mit seinem vierten Schlag nur noch auf enttäuschende 12 Punkte. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Den letzten Nouss des Zofingers Urs Wullschleger, der eigentlich mit 51 Punkten einen ganz schwachen Tag eingezogen hatte, liessen die Zuchwiler ins Ries fallen und sie mussten sich diesen 13er unterstreichen lassen.

Gute Sichtverhältnisse

So ist eben Hornussen, manchmal bringt ein eigentlich verunglückter Streich die Entscheidung. Bei angenehmem Sommerwetter und leichtem Gegenwind versteckte sich zwar manchmal die Sonne kurz hinter einer Wolke, aber die Sichtverhältnisse waren insgesamt normal und können das Nummero nicht wirklich entschuldigen.

So nützte natürlich am Ende der eigentlich klare Vorsprung von 90 Schlagpunkten nichts und Zuchwil verlor das letzte Spiel. Gross freuen wollten sich die Zofinger darob aber nicht, ein Nummero wünscht man sich als fairer Hornusser gegen einen eigentlich überlegenen Gegner nicht.

Hinter Biglen-Arni

Mit dieser Niederlage fiel Zuchwil noch auf den 5. Schlussrang hinter Biglen-Arni zurück. «Ein Nummero, das kann einmal passieren», kommentierte Routinier Manfred Binggeli die Ereignisse, aber ein bischen unzufrieden war er schon. «Schlimmer ist, dass wir zweimal unnötig nach Punkten verloren haben. Das ist der Grund, weshalb wir den angestrebten Podestrang nicht erreicht haben.»

Lichtblicke dank Jugend

Aber es gibt auch Lichtblicke für die Zukunft der in der Vergangenheit so erfolgsverwöhnten Zuchwiler. Der 21-jährige Dario Hulliger und der 24-jährige Thomas Keller kamen je auf gute 75 Punkte, und von den beiden darf man in den nächsten Jahren noch einiges mehr erwarten. Das gilt auch für den 23-jährigen Christian Wagner, der immerhin noch auf 63 Punkte kam, obwohl ihm der erste Streich bös misslungen war. Bester Schläger des Tages war Benjamin Lehmann mit 84 Schlagpunkten vor den Punktgleichen Marco Roos Marco und Michael Aerni mit 81.

Für den Aufsteiger Mättenwil-Zofingen ging mit dem unerwarteten Sieg in Zuchwil eine durchaus positive Saison zu Ende. Der 9. Schlussrang, noch vor Recherswil-Kriegstetten, das ist mehr als sich die Aargauer erhofft hatten.