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NLB-Dritter trotz kleinem Budget – Im Durchschnitt kassierte der TV Solothurn pro Spiel nur knapp 24,4 Gegentore, der beste Wert der Liga

Damit der TV Solothurn langfristig in der NLB bestehen kann, brauchts zusätzliche Gelder im sechsstelligen Bereich

Gaudenz Oetterli
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Trainer Marco Kurth (rechts) bleibt auch in der nächsten Saison Trainer beim TV Solothurn

Trainer Marco Kurth (rechts) bleibt auch in der nächsten Saison Trainer beim TV Solothurn

Hans Peter Schläfli

Letzte Saison verpasste der TV Solothurn den NLB-Podestplatz hauchdünn. In der zweiten Spielzeit nach dem Aufstieg hats gereicht: Mit 33 Punkten aus 26 Spielen schloss der TVS die Saison auf dem dritten Platz ab. Dies ist der grösste Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte. Gleich mit einem 32:18-Kantersieg gegen Siggenthal beendete der TVS die Saison. «Die Leistung im letzten Spiel steht sinnbildlich für die ganze Saison», sagt Co-Präsident und Medienchef Gaudenz Oetterli.

«Die Mannschaft überzeugte in der NLB von Anfang bis zum Ende. Sie weist einen hervorragenden Mix auf aus gestandenen NLB-Spielern und jungen Talenten, die den Sprung in die NLA schaffen können.» Das Prunkstück der Solothurner in dieser Saison war die Defensive. Im Durchschnitt kassierte der TVS pro Spiel nur knapp 24,4 Gegentore, was der beste Wert der gesamten NLB ist.

Der Trainer bleibt

Die Basis für weitere Erfolge ist bereits gelegt. So bleibt Marco Kurth Trainer bei den Solothurnern. Der 150-fache Nationalspieler aus Biberist wird sich künftig auf voll auf die Aufgaben als Trainer konzentrieren und nicht mehr selber in die Hosen steigen. Als Assistent wird dem 35-Jährigen neu Martin Prachar zur Seite stehen.

Der 38-Jährige spielt in der NLA beim HSC Suhr Aarau und will parallel dazu seine Trainerkarriere aufbauen. Der bisherige Assistent, Zlatko Portner, verlässt den TVS wie auch fünf Spieler: Marco Melcher (HS Biel), Jan Tatarinoff (HV Herzogenbuchsee), Lucas Rohr sowie Marco Strahm (beide BSV Bern) und Michael Wassmer, der seine Karriere nach 23 Jahren beim TVS.

Das Budget muss angepasst werden

Diese Abgänge wird Solothurn kompensieren können, ist Gaudenz Oetterli sicher. Der TVS soll auch in der kommenden NLB-Saison vorne mitspielen, trotz kleinstem Budget mit rund 75 000 Franken für die erste Mannschaft. Will der Klub langfristig in der NLB bleiben, brauchts ein zusätzliches Budget in der Höhe von 100 000 bis 150 000 Franken.

Nicht in erster Linie, um teure Spieler fürs NLB-Team zu verpflichten, sondern für die Junioren- und Breitensportabteilung, welche den Klub tragen sollen. Nächste Saison möchte der TVS zum Beispiel zwei U17-Equipen stellen. «Wir müssten zudem ein Team in der 1. Liga haben. Für die jungen Spieler, denen es noch nicht reicht in der NLB», sagt Gaudenz Oetterli. (RAW)