Chlauslauf
Nils Makos gewinnt in Härkingen trotz Beschwerden

Nach dem zweiten Rang im Vorjahr hat der Oberdorfer Nils Makos den traditionellen Lauf mit Start und Ziel beim Härkinger Waldhaus also zum ersten Mal gewonnen, und dies bei seiner erst zweiten Teilnahme überhaupt.

Michael Forster
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Nils Makos gewinnt den Chlauslauf bei seiner erst zweiten Teilnahme.

Nils Makos gewinnt den Chlauslauf bei seiner erst zweiten Teilnahme.

Hansruedi Aeschbacher

Sicher auch deshalb, weil die Besten ihres Fachs, wie etwa Vorjahressieger Markus Joho oder Reto Dietiker, in diesem Jahr nicht mit von der Partie waren. Doch nicht nur deshalb: Makos gelang bei fast perfekten äusseren Bedingungen ein starkes Rennen, welches er, trotz Beschwerden, zwölf Sekunden schneller absolvierte als noch 2013.

Entsprechend zufrieden zeigte er sich nach den 10,3 Kilometern durch den Härkinger Wald: «Es war ein bisschen kalt, zum Laufen aber fast optimal. Zudem mag ich die Strecke mit den beiden Anstiegen, es lief mit tipptopp», so der 30-Jährige, der sich, seit seiner zweiwöchigen Pause, mit Kniebeschwerden herumschlägt.

«Offenbar ein Überlastungsproblem», so Makos, der sich deshalb momentan beim Physiotherapeuten am Rücken behandeln lässt, der offensichtlichen Quelle des Problems. Sein Sieg am Chlauslauf war allerdings eine knappe Angelegenheit.

Dritter Platz für Cyrill Kobler

Mit 13 Sekunden Vorsprung machte er sich auf die zweite Runde, gefolgt vom Zofinger Puls Klaas. «Ich orientierte mich nicht gross an den Gegnern, lief einfach mein Rennen», so Makos im Ziel, welches er schliesslich mit acht Sekunden Reserve auf seinen ersten Verfolger erreichte.

«Ein bisschen schneller hätte ich womöglich noch laufen können», meinte er zu seiner Rolle des Gejagten, die letzten Reserven musste er für seinen ersten Triumph in Härkingen hingegen nicht mehr anzapfen. Einen feinen dritten Platz gab es zudem für Cyrill Kobler.

Der 21-jährige Neuendörfer, der in diesem Jahr bereits an der Jura-Top-Tour einige gute Resultate erzielte, liess am Chlauslauf bekannte Läufer wie etwa Sascha Kamber oder Felix Schnyder hinter sich. Etwas entspannter als Nils Makos konnte Frauensiegerin Luzia Schmid ihr Rennen einteilen.

Ungefährdeter Erfolg für Schmid

Bereits nach Hälfte des Rennens lag sie deutlich eine Minute und mehr vor ihrer Konkurrenz, und im Ziel betrug der Abstand beinahe drei Minuten. So orientierte sie sich mehr an ihrer männlichen Konkurrenz, spannte mit Emil Berger zusammen und musste den OK-Präsidenten des Niederbipper Waffenlaufs erst auf den letzten Metern ziehen lassen.

«Er lief ja nicht in meiner Kategorie», schmunzelte die 40-Jährige aus dem thurgauischen Homburg, welche den Weg nach Härkingen einerseits aufgrund ihres Freundes Dan Uebersax (er bestritt bereits seinen 3. Chlauslauf) gefunden hatte, andererseits wegen ihrer Beziehungen zu einigen Läufern der organisierenden LSG Olten, welche sie im Trainingslager auf Mallorca kennen gelernt hatte.

Wie Schmid spannte auch Yvonne Haefeli mit einem Läufer zusammen: Die drittplatzierte Oltnerin bildete mit Daniel Stampfli vom Bike Club Olten ein Duo und profitierte davon, dass auch in ihrer Kategorie ein paar grosse Namen fehlten: Petra Eggenschwiler (Laupersdorf) zum Beispiel, welche aus gesundheitlichen Gründen passen musste.

Gute Leistungen der Regionalen

Allerdings benötigte Haefeli für ihren ersten Chlauslauf-Podestplatz mit 42:53 eine neue Bestzeit – nur so konnte sie etwa die Niederbipperin Therese Scheidegger hinter sich lassen, welche im letzten Jahr noch als Zweite über die Ziellinie gelaufen war.

Die nächsten grösseren Ziele der polysportiven Oltnerin im 2015 sind bereits abgesteckt: Der Biennathlon sowie der Gigathlon in und um Aarau, welchen sie erneut mit ihrem Stammpartner Markus Peter absolvieren wird. Weitere Top-Ten-Plätze für regionale Läuferinnen gingen in Härkingen übrigens an Tina Zimmermann (7., Egerkingen), Susanne Bürgi (8., Kestenholz) und Andrea Wyss (9., Trimbach).