Fussball 1. Liga
Niederlage im Spitzenspiel: FC Solothurn verliert zu Hause 1:2 gegen den FC Münsingen

Der FC Solothurn, zurzeit auf Tabellenrang 3, verliert zu Hause 1:2 gegen seinen engsten Verfolger, den FC Münsingen. Die Solothurner vergeben im Spitzenspiel wichtige Punkte – der Kampf um den Aufstieg in die Promotion League wird damit noch härter.

Pius Rüegger
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Der FC Solothurn will in die Promotion League aufsteigen.

Der FC Solothurn will in die Promotion League aufsteigen.

Dembele Garra

«Wir waren heute zu wenig gut, das Resultat ist korrekt,» beurteilt Solothurn-Trainer Hans-Peter Zaugg die 1:2-Heimniederlage im Spitzenkampf gegen Aufstiegsrunden-Mitbewerber Münsingen sachlich. Weil Baden hoch 1:5 in Zug verlor, ist dieses Trio im Kampf um die Plätze 2 und 3 vor den letzten beiden Runden bis auf einen Punkt zusammen gerückt. «Wenn wir uns in Schötz am nächsten Samstag nicht steigern, reicht es uns nicht», ist Zaugg überzeugt.

Dembélés Fehlpass

Sein Team ist ungenügend gestartet. Der glückliche 3:2-Derby-Sieg in Wangen bei Olten wirkte nicht befruchtend. Die Gäste verstanden es besser, sich ins Spiel einzubringen. Sie wirkten kompakter. Dank ihrer gesunden Aggressivität nützten sie zwei «unglaubliche Eigenfehler» (O-Ton Zaugg) zu ihren beiden Führungstreffern aus.

Beim 0:1 bereits in der zehnten Minute spielte Dembélé im Mittelfeld einen katastrophalen Fehlpass in der Vorwärtsbewegung. Dabei zeigten die Aaretaler, dass sie nicht nur routiniert verteidigen können, sondern auch das blitzschnelle Umschaltspiel beherrschen. Mit dem Pass nach rechts in den Slot von Gasser und dessen Verlagerung zum links mitlaufenden Christen bewiesen sie ein erstes Mal Übersicht und Effektivität.

Bis auf die 24. Minute, als Bisevac auf Gäste-Hüter Karrer zulief und diesen anschoss, fiel die Reaktion zahm aus. «Wir konnten uns nie durchsetzen und gewannen nie im 1:1-Spiel», bemängelte Zaugg. Trotzdem gelang in der 39. Minute der Ausgleich durch Bisevac: Mit einem Nachschuss, nachdem Karrer eine Veronica-Hereingabe nur nach vorn abklatschen konnte.

Kohlers Ballverlust

Danach verzeichneten die Einheimischen ihre besten Phasen. Nach dem Seitenwechsel versuchten sie es mit mehr Druck. Nach einer Stunde brachten sie sich jedoch durch einen zweiten folgenschweren Eigenfehler zum zweiten Mal in Rücklage. «Kohler verlor den Ball unnötig und Gasser kam nach einem Zuspiel Mumenthalers völlig frei zum Kopfball, den er aus einem unmöglichen Winkel abschloss», sah es der Solothurner Trainer. 1:2 in der 60. Minute.

Umstellungen wirkungslos

Umstellungen in der Mannschaft mit Mittelfeldakteur Fleury für Aussenverteidiger Kohler wie ein Systemwechsel mit nur noch drei Verteidigern brachten nicht den erwünschten Umschwung. «Unsere Leistung wurde nicht besser», konstatierte Zaugg. Gegen die im Zweikampf starken, bestens organisierten und routinierten Berner gab es für die Ambassadoren kein Durchkommen.

Ideen und Überzeugung fehlten, um kreative Lösungen zu finden. Bisevac kam wohl noch zu einer Torchance, verpasste aber die Flanke von Stauffer von links (82.). Trotz dieser Enttäuschung haben es die Solothurner in Schötz und gegen Delsberg weiterhin in den eigenen Händen, sich für die Aufstiegsspiele zu qualifizieren.

Telegramm

Meisterschaft 1. Liga, Gruppe 2

 

Solothurn – Münsingen 1:2 (1:1)

 

Stadion. – 450 Zuschauer. – SR Schwaller. – Tore: 10. Christen 0:1, 39. Bisevac 1:1; 60. Gasser 1:2.

Solothurn: Jeffrey Grosjean; Kohler (72. Fleury), Hasanovic, Waylon Grosjean, Du Buisson; Schrittwieser, Stauffer, Hunziker, Chatton; Bisevac (85. Kopp), Dembélé (23. Veronica).

Münsingen: Karrer; Strahm, Aegerter, Schenkel, Furnaro; Selmani; Christen (67. Max Dreier), Erzinger, Lavorato (89. Antonius Dreier); Gasser, Mumenthaler.

Bemerkungen: So­lo­thurn ohne Nastoski (gesperrt), Asani, Koch (beide verletzt), Disler und Russo (beide Junioren). Münsingen ohne Thalmann, Plüss (beide verletzt) und Fryand (2. Mannschaft). – Verwarnungen: 43. Furnaro, 50. Schenkel, 57. Schrittwieser, 78. Max Dreier (alle Foul) und 83. Lavorato (Unsportlichkeit „Schwalbe“). – Eckbälle: 3:2 (2:1).

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