Fussball Cup-Qualifikation

Niederlage gegen Echallens: Aus für den Cup-Traum der Solothurner

Solothurns Captain Marc Du Buisson (rechts), hier im Spiel gegen Münsingen, konnte mit seinem Verein nicht gegen Echallens gewinnen.

Der FC Solothurn muss sich wieder einmal geschlagen geben. Diesmal in der zweiten Runde der Cup-Qualifikation gegen Echallens. Die Westschweizer siegen 2:0 und begraben so die Solothurner Cup-Träume.

Der FC Solothurn kommt nicht vom Fleck. Nach zwei Meisterschaftsniederlagen musste sich die Truppe von Dariusz „Darek“ Skrzypczak auch im Cup einem stärkeren Gegenpart beugen und somit die Cup-Träume begraben. Gegen Echallens resultierte die dritte Niederlage in Serie.

„Dieser verdiente Sieg war logisch, ich nehme diese Niederlage zur Kenntnis und akzeptiere sie, der Gegner war besser“, anerkennt Solothurns Trainer ohne Umschweife. Den Einheimischen fehlte die Klasse, um den Gast ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.

Die erneut zahlreichen Umstellungen durch Sperren und Verletzungen waren einem durchschlagskräftigen Kollektiv nicht zuträglich. Die Einsatzbereitschaft war wohl vorhanden, aber gesamthaft fanden sich die einzelnen Mannschaftsteile nicht zu einem wirkungsvollen Ganzen.

„Ehrlich, wir können besser sein, aber im Moment geht nicht mehr; wir geben jedoch nicht auf, das heisst für uns schaffen, schaffen“, so der Pole zur gegenwärtigen Baisse. Seine positive Parole lautet denn auch: „Jetzt zählt nur noch die Meisterschaft, – und wir packen es“.

Harte Zweikämpfe

Die Waadtländer erzeugten vom Anpfiff an starken Druck. Mit ihrer Beweglichkeit sorgten sie für grosse Unruhe in der Solothurner Abwehr. Diesem Druck hielt jedoch die Stadionelf in der ersten Hälfte stand.

Mit schnellen Gegenstössen versuchten die Gastgeber ihre Besucher zu übertölpeln, wobei bei diesen seltenen Angriffe speziell Schrittwieser mit seinem Engagement auffiel. Der Erfolg blieb jedoch aus, weil Koordination, Kommunikation und Übersicht fehlten.

Zudem bauten die Westschweizer auf ihre Erfahrung und Eingespieltheit. Hochstehende Spielzüge wurden allerdings beidseits kaum geboten. Hingegen fielen die Zweikämpfe intensiv, hartnäckig und mit vielen Unsauberkeiten aus.

Hektik und Nervosität prägten viele Spielszenen. „In der ersten Halbzeit haben wir gut verteidigt, hatten ein, zwei gute Aktionen, aber es fehlte am letzten Pass“, stellt Skrzypczak fest.

Solothurn verpasste Führung

Vehementer eröffneten die Solothurner die zweite Halbzeit. Sie strebten eine rasche Führung an. Bei ihrer besten Offensivaktion des ganzen Spiels in der 54. Minute kam die Flanke von Stauffer von rechts für Chatton einen Schritt zu weit vorne an.

Er verpasste den Ball und im Bereich des linken Torpfosten die freie Einschussbahn. Mehr offene Szenen prägten den weiteren Ablauf. Davon profitierte Echallens mit dem Führungstreffer.

Nach gelungener Kombination konnte sich links Lora Shehu gegen Sebastian Gerspacher durchsetzen und auch Waylon Grosjean aus dem Spiel nehmen. Echallens Goalgetter El Allaoui lauerte am rechten Pfosten und konnte ungehindert einschiessen.

„Schon nach 20 Minuten hatte ich den Eindruck, die Mannschaft, die in Führung geht, gewinnt“, bedauert Skrzypczak diesen Rückstand. Grosse Gegenwehr konnten die Ambassadoren nicht leisten.

Die individuellen Möglichkeiten zu einer Wende waren nicht vorhanden. Kein Solothurner konnte über sich hinauswachsen, um entscheidende Impulse zu setzen. Ein 1:1-Ausgleich rückte in weite Ferne. Vielmehr wichen die Romands von ihrer Vorwärtsstrategie nicht ab.

In der 86. Minute konnten die Welschen durch Adam ihr zweiten Treffer platzieren. „Es war eine Überzahlsituation drei Solothurner gegen einen Gegenspieler, wir gingen an der 16-er Linie zu wenig entschlossen in den Zweikampf, deshalb erhalten wir auch zu viele Gegentreffer“, analysiert Skrzypczak.

Adam war mit seinem Flachschuss Richtung linkem Torpfosten erfolgreich und sicherte sich seinem Team verdient den Aufstieg in die erste Hauptrunde des Schweizer Cups 2019/20.   

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