Unihockey
Nicolas Wolf sichert Wiler-Ersigen den Sieg

Wiler-Ersigen steht vor dem Einzug in die Playoff-Halbfinals.Der Meister setzte sich gegen Winterthur in der Verlängerung mit 5:4 durch. Den entscheidenden Treffer erzielte Christoph Hofbauer. Mann des Spiels war aber Nachwuchs-Goalie Nicolas Wolf.

Daniel Weissenbrunner
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Marcel Bieri

Die Grippe ist in der ganzen Schweiz noch immer weit verbreitet. Letzte Woche wurden zwar etwas weniger Verdachtsfälle gemeldet; die Zahl liegt aber immer noch über dem epidemischen Schwellenwert. Die Seuche hat auch Wiler-Ersigen nach wie vor fest im Griff. Neben den Verteidigern Michael Garnier und Olivier Hirschi, hüten die beiden Goalies Daniel Streit und Samuel Zimmermann weiterhin das Bett. Schlechte Voraussetzungen, für eine Defensive, die zuletzt nicht vor Sicherheit strotzte.

Mehr als nur ein Ersatz

Anstelle von Streit und Zimmermann schenkte Trainer Heikki Luukkonen den beiden Nachwuchsleuten Nicolas Wolf und Fabian Giger das Vertrauen. Der 19-jährige Wolf, mit der Erfahrung von einem NLA-Spiel, zeigte sich von der Ambiance unbeeindruckt. Der U21-Schlussmann strahlte eine Sicherheit aus, die sich auf die Mitspieler übertrug. Seine Schlüsselszene im ersten Abschnitt hatte Wolf, als er einen Penalty des Finnen Mikko Jolma schadlos machte. «Nach dieser Parade konnte ich meine anfängliche Nervosität abstreifen und die Partie geniessen», gestand Wolf, der zum «Man of the Match» gewählt wurde.

Spielerisch zurück in der Spur

Im Unterschied zu den Partien in Winterthur, fand Wiler gestern spielerisch zurück in die Spur. Der Meister diktierte die Begegnung lange nach Belieben und sorgte bei den Winterthurern für Fieberschübe.

Mitte des zweiten Drittels schnürten die Berner den Gegner minutenlang in deren Hälfte ein. Einziger Makel: Die Tore von Roger Gerber und Thomas Bieber zum 3:0 waren zu geringer Lohn für eine der besten Phasen in dieser Saison. Die Zuschauer, die in den vergangenen Jahren in den Playoff schon zahlreicher erschienen waren, quittierten mit Szenenapplaus. Die Nachlässigkeiten im Abschluss sollten sich am Schluss beinahe rächen. Während Wiler-Ersigen die Luft auszugehen drohte, fand Rychenberg urplötzlich zurück ins Spiel. Unter der Regie von Mikko Hautaniemi, der an allen Treffern der Gäste beteiligt war, erzwangen sie die Verlängerung.

Lust auf mehr

Dass der Meister letztlich das Feld als Gewinner verliess, war Christoph Hofbauer zu verdanken, der zuvor unauffällig agierte. Aus dem Gewühl heraus erzielte er in der 65. Minute das Siegtor und sorgte damit für die Vorentscheidung in der Serie. Heute Sonntag folgt in Zuchwil Spiel Nummer 5. Ob mit oder ohne Nicolas Wolf wird sich zeigen. Eines war für ihn allerdings klar: «Dieser Einsatz machte Lust auf mehr.»

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